Model Y: So fährt sich Teslas neues SUV

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Während sich das Model Y für den Fahrer außer beim bequemeren Einsteigen anfühlt wie ein Model 3 und man selbst von dem bisschen mehr Bodenfreiheit nichts spürt, weil die Batterien den Schwerpunkt trotzdem auf Sportwagen-Niveau drücken, hat das SUV für die Hinterbänkler deutlich mehr Sexappeal. Denn mit der Dachhöhe steigt spürbar die Kopffreiheit und das Raumgefühl ist rundherum besser. Außerdem kann man – wenn auch ein bisschen umständlich – jetzt die Neigung der dreigeteilten Rücklehne verstellen und deshalb bequemer sitzen.

Tesla Model Y: SUV Nummer zwei
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Nur wie in den zugegebenermaßen stattlichen Kofferraum mit der elektrischen Heckklappe noch die versprochene dritte Sitzreihe passen soll, das bleibt ein Geheimnis von Elon Musk, das allenfalls Grundschüler irgendwann mal ergründen können. Aber genau so, wie seine Software-Ingenieure im Infotainment-System ein Kaminfeuer und ein virtuelles Furzkissen versteckt haben, werden sie schon auch dieses Gimmick noch ins Gepäckabteil pfriemeln und dem Yps-Image gerecht werden. Und wenn sie nebenbei auch noch eine Gepäckraumabdeckung entwickeln, wissen Spießer künftig auch wohin mit ihrem Hut.

Wirklich spannend wird es 2022

Aufbau und Auftritt sind neu, doch den Antrieb kennen wir vom Model 3: Es gibt auch das Model Y zunächst mit zwei Motoren und unterschiedlichen Leistung: Auf Reichweite optimiert, schafft das SUV bis zu 505 Kilometer, braucht für den Standardsprint 5,1 Sekunden und kommt auf bis zu 217 km/h. Wer mehr Wert auf Performance legt, fährt schneller, aber dafür nicht so weit: 480 Kilometer stehen dann auf dem arg lückenhaften Datenblatt, das Tesla sich entlocken lässt.

Und tiefer in die Tasche greifen muss man obendrein: Aktuell ruft Tesla 58.620 und 65.620 Euro auf – von denen aber erstmal nur 2.000 Euro angezahlt werden müssen. Wirklich spannend wird es aber erst 2022 mit dem Standardmodell.

Das hat zwar nur noch einen Motor und eine WLTP-Reichweite von knapp 400 Kilometern, wird aber nur noch rund 45.000 Euro kosten. Selbst wenn dann ein paar Details aus der langen Optionsliste auf der Strecke bleiben dürften, könnte dieser Tarif – erst recht nach Abzug der Förderung – zum größten Gimmick werden.

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