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Moll steuert zehn Zielgruppen

| Autor: Martin Achter

Die Autohäuser der Moll-Gruppe setzen im Onlinemarketing auf differenzierte Marktbearbeitung. Das Portfolio mit zehn Pkw-Vertriebsmarken macht dies erforderlich. Die Siebtplatzierten beim Internet Sales Award 2018 ziehen daraus ganz eigene Vorteile.

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Moll spricht die Zielgruppen seiner zehn Pkw-Vertriebsmarken spitz an. Online setzt das Unternehmen stark auf die Vermarktung von Aktionsfahrzeugen.
Moll spricht die Zielgruppen seiner zehn Pkw-Vertriebsmarken spitz an. Online setzt das Unternehmen stark auf die Vermarktung von Aktionsfahrzeugen.
(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Zehn Pkw-Marken, zehn Zielgruppen, ein Handelsunternehmen: Vor dieser Herausforderung steht das Autohaus Adelbert Moll mit Hauptsitz in Düsseldorf (Lamborghini, McLaren, Aston Martin, Ferrari, VW, Audi, Skoda, Volvo, Jaguar, Land Rover) in Sachen Onlinemarketing und -vertrieb. Um dem gerecht zu werden, hat Moll sein Onlinemarketing und den zugehörigen Onlinevertrieb entsprechend geordnet.

Das Schlüsselwort lautet: Spezialisierung. Bei Moll erfolgt das Onlinemarketing separat nach Marken beziehungsweise Markenclustern. Konkret sieht das beispielsweise so aus: Audi und VW sind als Marken ähnlich positioniert. Entsprechend liegt die Marketingverantwortung in den Händen einer Person. Ähnlich, wenngleich etwas sportlicher, ist der Sachverhalt bei Aston Martin, Lamborghini und McLaren gelagert.

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Unterm Strich heißt das: Die Marketingverantwortlichen bei Moll betreuen im Onlinemarketing nur Marken, die sich hinsichtlich der Zielgruppenansprache ähneln. Dadurch lassen sich Onlinekampagnen sehr zielgerichtet steuern, wie der Marketingverantwortliche für VW und Audi, Stefan Rams, sagt. Den Marketingmanagern der Gruppe seien die unterschiedlichen Affinitäten der Kunden bewusst: „Wir spielen sämtliche Kampagnen sehr spitz und zielgerichtet mit sehr geringen Streuverlusten aus.“

Um aus der werblichen Ansprache wirtschaftliches Kapital zu schlagen, hat die Moll-Gruppe ein Onlinevertriebsteam aufgebaut. Ziel ist es, damit auch dem veränderten Kundenverhalten gerecht zu werden und beispielsweise Kundenanfragen zu Randzeiten beantworten zu können. Kurz: Es geht darum, dem Onlinenutzungsverhalten von potenziellen Autokäufern entgegenzukommen. Und das heißt, Kundenanfragen nicht nur zu den üblichen Geschäftszeiten zwischen 9 und 18 Uhr zu beantworten.

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Das Onlinevertriebsteam antwortet Kaufinteressenten – so die Vorgabe – innerhalb einer Stunde. Im Gebrauchtwagengeschäft kümmert sich die Moll-Gruppe wochentags von 7 Uhr bis 22 Uhr um Leads. Per Live-Chat auf der Website können Kunden sogar in der Nacht anfragen. Ein externer Dienstleister qualifiziert diese Leads vor und leitet sie an Moll weiter.

Neben der schnellen Beantwortung von Kundenanfragen ist es vor allem Aufgabe des Onlinevertriebsteams, die Verkäufer im Schauraum zu entlasten. Wenn diese Kunden vor Ort beraten, soll gewährleistet bleiben, dass in dieser Zeit kein Lead unbearbeitet bleibt.

Basis der Onlineaktivitäten der Moll-Gruppe ist die kürzlich überarbeitete Website des Unternehmens. Hier standen Abrufgeschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit im Fokus. Der Auftritt wurde hinsichtlich der Inhalte deutlich verschlankt. Ein wichtiges Ziel der digitalen Präsenz ist der Verkauf von Angebotsfahrzeugen. Umgesetzt wird dies durch passendes Marketing über Social-Media-Plattformen wie Facebook und entsprechendes Suchmaschinenmarketing.

Zwar gilt Facebook als Imagekanal, wie das Marketing-Team von Moll betont. Trotzdem erhält die Moll-Gruppe über die Plattform nach eigenem Bekunden immer wieder qualitativ hochwertige Leads. Facebook ist für Moll also doch auch ein Verkaufskanal.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«