Motorinstandsetzung: Nichts hält ewig

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Perfekt funktionierende Einspritzdüsen von Dieselmotoren mit weit über 400.000 Kilometern waren mal nicht ungewöhnlich. Vorbei: Common-Rail-Injektoren sind oft schon nach 150.000 Kilometern verschlissen – und ihr Ausbau ist meistens schwierig.

Beim Ausbau von Injektoren mit einem hydraulisch arbeitenden Spezialwerkzeug ist die Gefahr geringer, den Injektor oder den Zylinderkopf zu beschädigen.
Beim Ausbau von Injektoren mit einem hydraulisch arbeitenden Spezialwerkzeug ist die Gefahr geringer, den Injektor oder den Zylinderkopf zu beschädigen.
(Bild: Stefan Bausewein)

Dieselfahrzeuge mit Schadstoffklassen Euro 6b und schlechter belasten die Luftqualität in vielen Städten erheblich, auch wenn sie dank geringer Laufleistung noch einwandfrei funktionieren. Doch mit zunehmendem Alter dürfte ihr Schadstoffausstoß deutlich ansteigen, denn die Belastung der Injektoren durch die hohen Einspritzdrücke von mehr als 2.000 Bar ist enorm. Die Hersteller verteilen die eingespritzte Kraftstoffmenge auf bis zu acht Portionen pro Arbeitstakt. Neben dem geringeren Verbrauch profitiert vor allem der Komfort von einer mehrstufigen Vor- und Nacheinspritzung. So sind aktuelle Dieselmotoren durchaus keine raubeinigen Nagler mehr. Dadurch sind allerdings die Anforderungen an die Kraftstoffzusammensetzung und -reinheit extrem gestiegen. Vor allem der hohe Biodieselanteil in osteuropäischen Ländern mit lascheren Qualitätskontrollen schadet der hochpräzisen Technik. Aber auch Sand im Kraftstoff südlicher Länder und sonstige Schwebekörper sowie Wasser machen so manchem Injektor den Garaus.

Klassische Schadenbilder von Common-Rail-Einspritzanlagen sind: