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Motorölverlust: Ford ruft über 42.000 Diesel zurück

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jakob Schreiner

Über 42.000 Modelle mit Zweiliter-Dieselmotor droht wegen eines überhitzten Motors ein Ölverlust. Die Vertragspartner müssen das Motorsteuergerät neu kalibrieren. In einer weiteren Aktion muss bei 2.900 Focus RS die Zylinderkopfdichtung oder sogar der gesamte Zylinderkopf getauscht werden.

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42.200 hierzulande registrierte Fahrzeuge mit dem Zweiliter-Dieselmotor sind von dem Rückruf betroffen.
42.200 hierzulande registrierte Fahrzeuge mit dem Zweiliter-Dieselmotor sind von dem Rückruf betroffen.
(Bild: obs/Ford-Werke)

Ein Sprecher der Ford-Werke GmbH hat einen Rückruf für rund 42.200 hierzulande registrierten Fahrzeugen mit dem Zweiliter-Dieselmotor bestätigt. Bei den Baureihen C-Max, Focus, Kuga, Mondeo, Galaxy und S-Max aus unterschiedlichen Bauzeiträumen zwischen September 2014 und Oktober 2015 werde unter Umständen eine etwaige Überhitzung des Aggregats nicht ordnungsgemäß erkannt. „In Extremfällen kann ein überhitzter Motor zu einem Leck in der Ölwanne und in der Folge zu einem Verlust von Motoröl führen“, erklärte der Sprecher.

In der Werkstatt erfolgt im Rahmen der Aktion „17S45“ eine Neukalibrierung des Motorsteuergeräts, um künftig eine bessere Überhitzungserkennung zu gewährleisten. „Im Falle einer drohenden Überhitzung wurde zudem die Funktion einer Warnleuchte integriert, außerdem wird in diesem Falle nun die Motorleistung automatisch gedrosselt“, sagte der Sprecher. Das Update soll etwas mehr als eine halbe Stunde dauern.

Deutlich länger dauert das sogenannte Service-Programm mit dem Aktionscode „17B32“ für 2.900 in Deutschland gemeldete Ford Focus RS, die zwischen dem 3. August 2015 und 6. Juli 2017 das Werk Saarlouis verließen. Die Fahrzeuge neigen zu einer undichten Zylinderkopfdichtung. „Die Arbeitszeit ist bei maximalem Arbeitsumfang mit 12,3 Stunden veranschlagt. Die betroffenen Kunden bekommen auf Wunsch, je nach Umfang der Abhilfemaßnahme, ein Leihfahrzeug für maximal vier Tage zur Verfügung gestellt“, so der Sprecher.

Die Vertragswerkstatt prüft den Druck des Kühlsystems und ersetzt die Zylinderkopfdichtung. Je nach Prüfergebnis müsse bei einigen Fahrzeugen die gesamte Zylinderkopfeinheit ersetzt werden. Dann dauert es länger. Die Kunden würden im Anschreiben bereits vorgewarnt, hieß es. Dort erfolge der Hinweis, dass der Händler für die Überprüfung und Nacharbeit mindestens zwei Tage benötigt.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist