Musk setzt Tesla-Mitarbeiter unter Druck: Wer nicht kommt, bekommt kein Geld

Autor: Christoph Seyerlein

Teslas Weg aus dem Corona-Lockdown bleibt von vielen Nebengeräuschen begleitet. Offenbar befindet sich Firmenchef Elon Musk nicht nur im Clinch mit den Behörden. Auch in der Belegschaft rumort es.

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Tesla-Chef Elon Musk.
Tesla-Chef Elon Musk.
(Bild: Elon Musk / JD Lasica / CC BY 2.0)

Elon Musk gibt beim Wiederanlauf der Tesla-Fabrik in Fremont weiter den Hardliner. Wie die britische Zeitung „Guardian“ berichtet, hat der Firmenchef in einer Mail Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt, trotz des Verbots des Alameda County zur Arbeit zu erscheinen.

Die Zeitung zitiert: „Wenn Sie sich nicht dabei wohlfühlen, zur Arbeit zu kommen, können Sie zuhause bleiben, aber unbezahlt. Wer nicht zur Arbeit kommt, riskiert seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld teils oder sogar ganz zu verlieren, je nach der Praxis der Arbeitslosenbehörden Ihres Heimatsstaats.“

Innerhalb der Belegschaft gibt es offenbar Widerstand gegen Musks Vorgehen. Ein Mitarbeiter des Tesla-Werks, der anonym bleiben wollte, sagte laut „Guardian“: „Sie versuchen es mit Einschüchterungs- und Droh-Taktiken. Sie sagen, wenn du nicht erscheinst, gibt es kein Arbeitslosengeld mehr. Ich werde dennoch nicht hingehen, wie viele andere auch.“ Erst wenn die Gesundheitsbeauftragte des Alameda County, Erica Pan, die Ausgangssperre beende, werde er wieder zur Arbeit gehen. Tesla selbst wollte den Bericht nicht kommentieren.

Zuvor hatten die Behörden trotz heftiger Kritik Musks Tesla erst für kommende Woche eine Erlaubnis zur Wiedereröffnung des Werks in Aussicht gestellt. Nach eigenen Angaben arbeiten Musk und Teile der Belegschaft aber bereits seit Montag wieder in der Fabrik. Den anhaltenden Lockdown er zuvor unter anderem als „faschistisch“ bezeichnet.

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Fachredakteur Next Mobility