Polizeiautos Mustang Mach-E besteht Eignungstest

Von Andras Grimm

Auf Verbrecherjagd zählen nicht zuletzt Schnelligkeit und Fahrstabilität. Beide Kriterien sieht die Michigan State Police beim Mach-E erfüllt. Der Weg ist frei für das E-Modell in den Polizei-Fuhrpark. Allerdings sind nicht alle Fahrzeugtester von den Qualitäten überzeugt.

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Die Michigan State Police hat den Ford Mustang Mach-E als Dienstfahrzeug getestet und für tauglich befunden.
Die Michigan State Police hat den Ford Mustang Mach-E als Dienstfahrzeug getestet und für tauglich befunden.
(Bild: Ford)

Der Mustang Mach-E kann als offizielles Fahrzeug der Polizei zum Einsatz kommen – zumindest im US-Bundesstaat Michigan. Die dortige State Police hat das voll-elektrische Modell auf Herz und Nieren geprüft und im Rahmen der Modelljahresbewertung 2022 für gut befunden. Es habe als erstes E-Fahrzeug überhaupt die strengen Kriterien der Behörde erfüllt, teilte der Hersteller mit.

Bei einer Verfolgungsfahrt muss ein Polizeiauto vor allem schnell sein, gut beschleunigen, zuverlässig bremsen und dabei gute Fahreigenschaften haben. Entsprechend hat die Michigan State Police Aspekte wie Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit, Bremsmanöver und Fahreigenschaften bei etwaigen Verfolgungsjagden eingehend geprüft. Die Michigan State Police ist eine von insgesamt nur zwei Strafverfolgungsbehörden in den USA, die jährlich neue Polizeifahrzeuge testen und die Ergebnisse hinsichtlich einer behördlichen Verwendung im ganzen Land veröffentlichen.

Getestet wurde ein Modell, das von Ford Pro zur Verfügung gestellt wurde. Dahinter steckt ein Geschäftszweig der Ford Motor Company, die sich um die Bereitstellung einsatzbereiter Produkte und Dienstleistungen für gewerbliche Kunden sowie für den öffentlichen Sektor kümmert.

„Die Tatsache, dass der Mustang Mach-E die harte Prüfung der Michigan State Police erfolgreich absolviert hat, zeigt, dass Ford in der Lage ist, robuste Elektrofahrzeuge zu bauen, die selbst für härteste Aufgaben geeignet sind“, sagt Ted Cannis, Geschäftsführer von Ford Pro.

Im ADAC-Test fällt der Mach-E durch

Der deutsche ADAC ist hinsichtlich der Beurteilung der Fahrleistungen deutlich kritischer. In einer Mitteilung vom 11. November schreibt der Autofahrerclub von „eklatanten Sicherheitsmängeln“ und einem „kritischen Fahrverhalten im Grenzbereich, was zu einer erhöhten Unfallgefahr führen kann“. Ford habe bereits zugesichert, das ESP umgehend zu überarbeiten und die Änderung in die Produktion einfließen zu lassen. Bereits ausgelieferte Pkw würden durch ein Over-the-Air-Update nachgebessert.

Konkret monierte der ADAC eine stark ausgeprägte Tendenz zum Übersteuern und damit ein mögliches Ausbrechen des Fahrzeughecks. Gleichzeitig greife das ESP erst sehr spät ein, und zwar sowohl im Standard- als auch im Sport-Fahrmodus.

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