Opel Nachts allein im Museum

Autor: Steffen Dominsky

Fans der Marke mit dem Blitz können den Fahrzeugen der Classic-Abteilung nun nicht mehr nur bei Werksführungen einen Besuch abstatten. Die Rüsselsheimer bieten Interessierten ab sofort auch virtuelle Rundgänge an.

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Ab sofort können Fans der Marke Opel auch virtuelle Rundgänge durch die umfangreiche Classic-Sammlung unternehmen.
Ab sofort können Fans der Marke Opel auch virtuelle Rundgänge durch die umfangreiche Classic-Sammlung unternehmen.
(Bild: Opel Automobile GmbH)

Mehr als 120 Jahre Automobilbau und fast 160 Jahre Markengeschichte: Da ist in Rüsselsheim mächtig was zusammengekommen. Genauer gesagt: in der hauseigenen Classic-Abteilung von Opel. Bislang konnten Interessierte die historischen Autos, Motorräder, Fahrräder und Nähmaschinen sowie manch anderes nur bei einer Werksbesichtigung in Augenschein nehmen. Damit ist jetzt Schluss. Denn ab sofort können Fans der Marke auch virtuelle Rundgänge durch die umfangreiche Sammlung unternehmen. Unter www.opel.de/opelclassic laden zum Start des neuen Angebots die Thementouren „Alternative Antriebe“, „Rallye Racing“, „Roaring Twenties“ und „Mobilität für Millionen“ zum digitalen Reisen durch die höhepunktreiche Opel-Geschichte ein. So kann die Ausstellung im ehemaligen Verladebahnhof K6 auf dem Rüsselsheimer-Werksgelände rund um die Uhr und an allen Tagen des Jahres besucht werden.

Bei ihren 360-Grad-Rundgängen gelangen die Besucher virtuell in die „heiligen Hallen“ der Opel-Classic-Sammlung. Hier hütet die Marke mit dem Blitz ihren Schatz aus 600 historischen Fahrzeugen und Studien sowie 300 weiteren Ausstellungsstücken von der Nähmaschine bis zum Flugzeugmotor. Gelbe Infopoints leuchten nun an jenen Fahrzeugen auf, die zur gewählten Thementour gehören. So können sich Interessierte an das jeweilige Ausstellungsobjekt – ob Fahrrad, Motorrad, Auto oder Concept Car – heranzoomen. Ein Klick auf den Infopoint öffnet dann neue Perspektiven: Steckbriefe beschreiben die historische Bedeutung des jeweiligen Exponats und erklären dessen technische Highlights.

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Zu Beginn vier Thementouren

Bei der Thementour „Alternative Antriebe“ geht es um ungewöhnliche Konzepte – wie beispielsweise das Rekordfahrzeug RAK 2 von 1928 mit Feststoffraketenantrieb im Heck – oder auch um frühe Elektro-Prototypen wie den Opel Impuls I von 1990 und die erfolgreich erprobten Wasserstofffahrzeuge – die meisten auf Zafira-Basis – von Opel HydroGen 1 bis 4. Unter dem Motto „Rallye Racing“ zeigt Opel Classic legendäre Rallyefahrzeuge. Echte Highlights sind dabei die Siegerautos von Walter Röhrl – Europameister 1974 auf Opel Ascona und Weltmeister 1982 auf Opel Ascona 400 – sowie von Jochi Kleint, Europameister 1979 ebenfalls auf Opel Ascona. Außerdem gibt es den einzigartigen Opel Kadett 4x4 zu sehen – geplant für die Rallye-WM, erfolgreich eingesetzt bei der Rallye Paris-Dakar. Die Gegenwart vertreten der Opel Adam R2 – viermaliger Junioren-Europameister der Jahre 2015 bis 2018 – sowie der brandneue Opel Corsa-e Rally als erster elektrischer Rallyerenner weltweit.

Die dritte Thementour führt dann in die Goldenen Zwanziger – die „Roaring Twenties“. Jene Zeit des ungebremsten Erfindergeistes, der sich auf die Jagd nach Weltrekorden machte. So entstanden Rennräder, Raketen-Motorräder und sogar -Flugzeuge. Dazu kam mit der Fließbandherstellung die neue effiziente Art des Fahrzeugbaus, womit die Preise für die Kunden purzelten und Autos wie der Opel „Laubfrosch“ für viele erschwinglich wurden. Die Fortsetzung dieser Geschichte findet sich in Tour Nummer vier: „Mobilität für Millionen“. Nach Opel „Doktorwagen“ und „Laubfrosch“ waren es vor allem die Kompaktmodelle aus Rüsselsheim, mit denen Millionen Menschen mobil wurden. Vor 85 Jahren kam der erste Kadett auf die Straße, ihm folgten bis heute zehn Generationen Kadett und Astra. Ende dieses Jahres präsentiert Opel dann bereits den nächsten neuen, erstmals auch elektrifizierten Astra.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group