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Nanoflowcell präsentiert Quant F in Genf

Redakteur: Thomas Günnel

Nanoflowcell stellt in Genf ein neues Modell der Öffentlichkeit vor. Es ist eine Weiterentwicklung des rein elektrisch angetriebenen Quant E – und wartet mit imposanten Daten auf.

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(Foto: Nanoflowcell)

In Genf präsentiert Nanoflowcell die zweite Generation ihres Elektrosportwagens Quant, dem dem ersten vom TÜV zugelassenen Automobil mit Flusszellenantrieb. Die viersitzige Elektro-Sportlimousine Quant F ist die Weiterentwicklung des Quant E aus dem Jahre 2014, „Der Quant F ist komplett neu entwickelt und neu designed. Mit seinem 2-Gang-Automatikgetriebe, haben wir ein neues Antriebssystem entworfen, das es so bislang noch nicht gab“, sagt Nunzio La Vecchia, Technischer Leiter der Nanoflowcell AG.

Die imposanteste Weiterentwicklung ist der Leistungswert: Kurzzeitig erreicht der Quant F 1.090 PS/802 kW und eine maximale Nennspannung von 735 Volt (vorher 600 Volt). Für ein Elektrofahrzeug sei dies ein erheblicher Sprung, verdeutlicht La Vecchia. Allerdings geht es seinem Team nicht um das Hochtreiben von PS-Werten, vielmehr wollen die Forscher sehen, was technisch machbar ist. „Für einen zukünftigen Normalbetrieb wird die Nennspannung aus technischen wie ökonomischen Gründen beim Quant F bei circa 400 Volt liegen“, erklärt La Vecchia. Die Kraftübertragung auf die Straße übernehmen vier Elektromotoren – die entsprechend angesteuert auch reinen Heckantrieb ermöglichen. Mit weit über 300 km/h gibt Nanoflowcell die Spitzengeschwindigkeit des Quant F an.

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Serienfertigung angestrebt

Der Quant F soll, wenn es nach seinem Hersteller geht, die Homologation für die Serienfertigung erreichen. Dazu hatte das Unternehmen Ende vergangenen Jahres bereits eine eigene Produktionsfirma gegründet. „Das Exterieur des neuen Quant F entspricht technisch bereits zu 100 Prozent den Anforderungen der Serien-Homologation. Das Interieur ist zu circa 90 Prozent homologationsfähig. Offen sind aktuell unter anderem noch die Homologation für das Frontdisplay, die Airbags, die Crashtests sowie formale Prüfungen und Dokumentationen“, erklärt La Vecchia.

Die weiterentwickelte sogenannte Flusszelle liefert kontinuierlich über 50 Ampere Stromleistung in das neu entwickelte Puffersystem des Fahrzeugs. Das generiert wiederum bei Bedarf kurzfristig über 2.000 Ampere Stromleistung. Diesen Leistungswert hat nach Kenntnis der Nanoflowcell-Forscher noch niemand im Automobilbereich in einem Pkw auf die Straße gebracht. „Dieses System ist für die Zukunft der Elektromobilität eine riesige Chance", ist La Vecchia überzeugt. Neben den Leistungsdaten und dem Design verfügt das Fahrzeug laut Hersteller über eine eindrucksvolle Reichweite: 800 Kilometer rein elektrisch gefahrene Wegstrecke verspricht der Hersteller.

Nanoflowcell Quant E
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Die Funktionsweise der Flusszelle

Die Flusszelle als alternative Antriebsform wird mit einer ionischen Flüssigkeit betrieben. „Statt mit Wasserstoff und Sauerstoff wie bei einer herkömmlichen Brennstoffzelle arbeiten wir mit zwei ionischen Flüssigkeiten, eine positiv und eine negativ geladen“, erklärt La Vecchia. Insgesamt 500 Liter Tankvolumen fasst das Fahrzeug, in zwei 250-Liter-Tanks, die im Unterbau des Quant untergebracht sind.

„Wir sind hier erst am Anfang unserer Entwicklungen. Da wir die Energie für unseren Antrieb in einer Flüssigkeit speichern, haben wir enorme Vorteile gegenüber bisherigen Systemen in der Elektromobilität. Wir können sämtliche Hohlräume im Fahrzeug zum Transport der ionischen Flüssigkeit nutzen. Da diese nicht brennbar und zudem toxikologisch unbedenklich ist, sind wir damit aus unserer Sicht auf dem absolut richtigen Weg“, ist sich La Vecchia sicher.

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