Renault-Händlerverband „Netzkündigungen sind für uns kein Schreckgespenst“

Von Yvonne Simon

Der Renault-Handel bekommt neue Verträge. Der Entwurf dazu liegt mittlerweile dem Händlerverband vor. Präsident Hans-Werner Hauth möchte eine Netzkündigung vermeiden, aber nicht um jeden Preis. Zudem bezog er auf einer Tagung Stellung zur neuen „Wert statt Volumen“-Strategie des Herstellers.

Hans-Werner Hauth, der im Amt bestätigte Präsident des Renault- und Dacia-Partnerverbands (VDRP), sorgt sich um die Rentabilität des Händlernetzes (Archivbild).
Hans-Werner Hauth, der im Amt bestätigte Präsident des Renault- und Dacia-Partnerverbands (VDRP), sorgt sich um die Rentabilität des Händlernetzes (Archivbild).
(Bild: Simon/»kfz-betrieb«)

Kommt es bei Renault zu einer Netzkündigung? Das wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. Aktuell liegt der Entwurf für die neuen Verträge dem Renault- und Dacia-Partnerverband (VDRP) vor. Auf einer Regionaltagung, zu der der Verband die Händler am Montag und Dienstag nach Bonn eingeladen hatte, wurde der VDRP einstimmig beauftragt, im Namen der Renault-Partner die Verträge, die 2024 in Kraft treten sollen, zu verhandeln. Das erklärte VDRP-Präsident Hans-Werner Hauth im Gespräch mit »kfz-betrieb«. 200 Teilnehmer waren bei der Veranstaltung anwesend; das Renault-Primärnetz sei vollständig vertreten gewesen.

Die Vorabgespräche zu den Verträgen sollen bis Mitte Juni abgeschlossen sein. „Ein sehr mutiger Zeitplan“, kommentierte Hauth. Das Dokument werde nun von Juristen des Verbands überarbeitet. Ziel sei es, „ein ausgewogenes Vertragswerk im Sinne der Händlerschaft zu gestalten“. Kommt es anschließend zu keiner Einigung mit dem Importeur, droht eine Netzkündigung. Das Verhältnis zwischen Händlerverband und Importeur werde in den nächsten Wochen „auf die Probe gestellt“.