Neuausrichtung: AVP kauft Betrieb zu

Autor: Andreas Wehner

Die Handelsgruppe kauft die Immobilie des Toyota-Autohauses Haslbeck in Burghausen und baut den Standort zu einem VW-Betrieb um.

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AVP hat eine neue Immobilie: Der übernommene Betrieb in Burghausen verkaufte bisher Toyota.
AVP hat eine neue Immobilie: Der übernommene Betrieb in Burghausen verkaufte bisher Toyota.
(Foto: AVP-Gruppe)

Die Deggendorfer AVP-Gruppe baut ihr VW-Engagement aus. Wie die Handelsgruppe am Freitag mitteilte, kauft AVP die Immobilie des Toyota-Autohauses Haslbeck in Burghausen, das zum 31. Dezember schließen wird. Bis Ostern 2016 soll der Betrieb in einen Volkswagen-Standort mit Vollvertrag umgebaut werden. Dazu gestaltet AVP den Schauraum nach den neuesten Baustandards CI-gerecht um und erweitert die Werkstatt durch einen Anbau auf die doppelte Größe. Wegen der Serviceverträge für VW, Audi und VW Nutzfahrzeuge werden zehn Hebebühnen gebraucht, Toyota kommt derzeit mit sechs aus.

Auf dem 6.300 Quadratmeter großen Außengelände entsteht laut Mitteilung ein Weltautoplatz mit 60 Stellplätzen. Auch der Händlervertrag für VW Nutzfahrzeuge zieht vom bisherigen Standort Altötting nach Burghausen um. Burghausen bietet als Herz des Chemiedreiecks (Wacker Burghausen) nach Ansicht von AVP gute Wachstumsperspektiven. Für Inhaber Franz Xaver Hirtreiter ist es notwendig, in den beiden Städten des Landkreises Altötting, in Burghausen und Altötting, Standorte zu betreiben. „Selbstverständlich bleiben wir auch in Altötting mit VW. Jeder Kunde wird wie bisher in der Werkstatt gut betreut“, sagt Hirtreiter. Nur wachsen konnte das Unternehmen auf dem dortigen Gelände nicht mehr. Deshalb griff man sofort zu, als sich die Möglichkeit bot, den Toyota-Betrieb zu erwerben.

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Als Ausgleich für den VW-Händlervertrag bekommt der Standort Altötting einen neuen Skoda-Betrieb, der ebenfalls bis Ostern auf die neuen CI-Standards aufgerüstet wird. Daneben ist am Standort Altötting ein Porsche-Zentrum und ein Autoland-Gebrauchtwagenplatz untergebracht. Es bestehen zudem Serviceverträge mit Volkswagen, Audi, Skoda und VW Nutzfahrzeuge. Insgesamt investiert die AVP-Gruppe im Landkreis Altötting rund drei Millionen Euro.

Dagegen schließt das Unternehmen nach dem Umzug nach Burghausen den bisherigen Pachtbetrieb in der Nachbarstadt Burgkirchen. Es sei „unmöglich solche Summen zu investieren, wenn man nicht Eigentümer des Geländes ist“, erläutert Hirtreiter. Die AVP schließt damit nach Auslaufen des Pachtvertrages ihren letzten noch verbliebenen Pachtbetrieb. Alle 15 AVP-Standorte sind jetzt im Eigenbesitz.

Mit den Veränderungen im Landkreis Altötting hat die AVP ein zweijähriges Neuausrichtungsprogramm abgeschlossen. Vier kleine Standorte wurden aufgegeben, in die verbliebenen kräftig investiert. Auch im Plattlinger AVP Autoland, dem mit 70.000 Quadratmetern größten Autohaus Bayerns, verschwinden rechtzeitig zu Weihnachten die Bagger: Das neue Weltauto-Verkäuferzentrum, der neue Seat-Schauraum und der umgerüstete Skoda-Schauraum sind fertig.

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Redakteur Newsdesk Automotive