Neue Autos: AR-Brille auf Rädern

Autor / Redakteur: Max Friedhoff/SP-X / Jan Rosenow

Solide, aber langweilig? Diese Zeiten sind bei Mercedes-Benz lange vorbei. Mit der aktuellen A-Klasse setzt Mercedes einen neuen Technikmaßstab in der Kompaktklasse – vor allem, was das Infotainment angeht.

Der „Widescreen“ der neuen A-Klasse besteht aus zwei optisch geschickt miteinander verbundenen Bildschirmen.
Der „Widescreen“ der neuen A-Klasse besteht aus zwei optisch geschickt miteinander verbundenen Bildschirmen.
(Bild: Daimler AG)

Das Highlight der neuen A-Klasse sehen Fahrer und Passagiere erst nach dem Einsteigen. Denn auch, wenn das Design des Stuttgarter Golf-Gegners in der neuen Generation deutlich schärfer ausfällt als bisher, verströmt der Fünftürer weiterhin den Hauch der Gewöhnlichkeit. Das Interieur jedoch, das sucht in dieser Klasse zweifelsfrei seinesgleichen. Zugegeben, unser Testwagen war mit allem ausgestattet, was der Konfigurator hergibt, und damit wohl keine adäquate Verkörperung einer typischen A-Klasse auf deutschen Straßen; beeindruckend ist das, was wir hier vorfinden allerdings trotzdem. Steigt man in der ersten Reihe zu, fühlt man sich gleich wie an Bord von E- oder gar S-Klasse.

Zuerst wandert der Blick über die Mittelkonsole mit Armauflage und Touchpad hinauf zur filigranen Klimasteuerung mit den drei darüberliegenden turbinenartigen Luftausströmern. Der Widescreen-Bildschirm erstreckt sich über das halbe Armaturenbrett und beinhaltet Tachoeinheit und Infotainment-Darstellung. Abgerundet wird der erste optische Eindruck von feinen Ziernähten, Ambiente-Beleuchtung und einer breiten Aluleiste oberhalb des Handschuhfachs.