Isuzu Neue D-Max-Generation stößt in die Pick-up-Lücke

Autor: Andreas Grimm

Fünf Sterne im NCAP-Test und Konkurrenten auf dem Rückzug – die Startbedingungen für die siebte Generation des Isuzu D-Max könnten kaum besser sein. Weiterhin trifft dabei eine erweiterte Ausstattung auf die klassische Isuzu-Stärke der vielfältigen Möglichkeiten zur Individualisierung.

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Der Pick-up-Spezialist bringt die siebte Generation des D-Max in Deutschland an den Start. Ein guter Zeitpunkt nach dem Rückzug einiger Konkurrenten.
Der Pick-up-Spezialist bringt die siebte Generation des D-Max in Deutschland an den Start. Ein guter Zeitpunkt nach dem Rückzug einiger Konkurrenten.
(Bild: Isuzu)

Das Nischenfabrikat Isuzu hat seinen Dauerbrenner, den Pick-up D-Max, neu aufgelegt. Das inzwischen in der siebten Generation gebaute Modell soll wieder Schwung in den zuletzt gesunkenen Absatz der Japaner bringen. Der in Thailand gebaute Allrader ist ab 28.260 Euro zu haben (netto: 24.360 Euro). Vertrieben wird das Modell nach Angaben des Importeurs Isuzu Sales Deutschland über 200 Standorte (Haupthändler, B-Händler und Filialen).

Angesichts des Rückzugs namhafter Konkurrenten im Pick-up-Segment ist der Zeitpunkt für einen Neustart nicht schlecht: Mercedes hat die X-Klasse eingestellt, der Fiat Fullback ist nicht mehr zu haben und auch VW stellt den Marktführer Amarok vorerst ein.

Isuzu D-Max: Generation sieben ist am Start
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In den letzten Jahren hatte der Pick-up-Verkauf in Deutschland eigentlich geboomt, Isuzu konnte davon allerdings nicht unbedingt profitieren. Der Neuwagenabsatz blieb nach Auskunft des Kraftfahrt-Bundesamts über Jahre stabil bei 900 bis 1.000 Einheiten, ging dann in den Jahren 2019 und vor allem 2020 aber deutlich zurück. Der Importeur selbst nennt keine Verkaufszahlen, verweist lediglich darauf, dass 95 Prozent der Verkäufe auf den D-Max entfallen. Daneben vertreibt Isuzu noch Nutzfahrzeuge der so genannten N-Serie.

Der D-Max der siebten Generation ist laut dem Importeur aus Flörsheim seit Ende November 2020 im Handel bestellbar und teils auch schon verfügbar. Die komplette Verfügbarkeit aller Modellvarianten in Deutschland und Österreich soll noch im Januar erreicht werden. Er ist konzipiert für Privat- wie für Geschäftskunden und wie die vorherigen Generationen auf Robustheit und Zuverlässigkeit getrimmt.

Ebenfalls treu geblieben ist sich Isuzu mit dem Angebot vielfältiger Individualisierungsmöglichkeiten. Zwar gibt es das Modell nur mit einer Motorisierung, einem 1,9-Liter Turbodieselmotor mit 120 kW/163 PS, der mit einem manuellen Schaltgetriebe oder einer Automatik gekoppelt ist und bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast erlaubt. Doch die Zahl an Aufbau- und Ausstattungsvarianten ist groß. Jede der Varianten habe ihre Berechtigung je nach Einsatzzweck, so der Hersteller.

Vier Ausstattungslinien, drei Kabinenformen

Vier Ausstattungslinien sind grundsätzlich verfügbar. Es beginnt mit der robusten Variante „L“, dem klassischen Arbeitstier mit Zweirad-Antrieb und der höchsten Nutzlast von 1,1 Tonnen, für 28.990 Euro (inkl. 16 % MwSt). Am anderen Ende der Variantenliste steht die Ausstattungslinie „V-Cross“ mit Doppelkabine und Allradantrieb für 49.990 Euro. Dann sind neben Leichtmetallfelgen und Zwei-Zonen-Klimaautomatik auch LED-Licht, Teilledersitze und ein großes Infotainmentsystem mit an Bord.

Isuzu Sales Deutschland selbst erwartet, das etwa die Hälfte der Neufahrzeuge mit hoher Ausstattung (48 %) und gut die Hälfte der Verkäufe mit der geräumigen Doppelkabine (56 %) vermarktet werden. Das Exterieur hebt sich dann durch Kotflügelverbreiterungen zusätzlich ab.

„Ein neues Level an Komfort und Sicherheit“

Der neue D-Max soll laut dem Importeur „ein neues Level an Komfort und Sicherheit“ erreichen, das ihn zu einer ernsthaften Alternative zum SUV mache. Er biete ein funktionales und komfortables Fahrerlebnis, das durch verschiedene autonome Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme abgesichert wird.

Das bestätigt auch der letzte NCAP-Test des vergangenen Jahres, der mit einer Fünf-Sterne-Wertung für den D-Max endete. Die Tester bescheinigten ihm gute Werte in allen vier Kategorien. Außerdem lobten sie seine insgesamt umfangreiche Sicherheitsausstattung, die auch einen Mittelairbag umfasst. Beim Frontalcrash werde der Japaner allerdings zu einer Gefahr für gegnerische Fahrzeuge.

Der Isuzu D-Max erfüllt die Abgasnorm Euro 6 d. Nicht so gut bestellt ist es um die CO2-Emissionen, die der Importeur ja nach Variante mit 212 bis 241 Gramm pro Kilometer gemäß dem WLTP-Prüfzyklus angibt. Angaben zu den CO2-Vorgaben der EU wollte der Importeur nicht machen. Unklar ist auch, ob es mittelfristig elektrifizierte Varianten geben wird.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«