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Neue Mitbewerber der Kfz-Branche: Stromanbieter ante portas

Autor: Dr. Dominik Faust

Bislang kannten Autohäuser ihre Elektrotechniker und Energieversorger nur als Dienstleister, die ihnen Strom anschließen und liefern. Schon bald könnten sie jedoch zu Mitbewerbern werden, die E-Autos verkaufen und warten. Einige tun es bereits.

Vom Stromlieferanten zum Autoverkäufer: Für große Energieanbieter wie Eon ist das grundsätzlich möglich.
Vom Stromlieferanten zum Autoverkäufer: Für große Energieanbieter wie Eon ist das grundsätzlich möglich.
(Bild: Eon)

Bisher war die Welt eindeutig: Autohäuser verkaufen Autos und Stromversorger Strom. Doch im Zeitalter der Digitalisierung und des Wandels hin zur Elektromobilität verschwimmen solche starren Grenzen. Derzeit arbeiten einige Stromversorger an einem Konzept, um selbst E-Fahrzeuge verkaufen zu können. Einige E-Handwerker sind sogar schon so weit und vermarkten E-Autos, die sie außerdem warten.

Einer von ihnen ist Jens Rebber, Geschäftsführer der 2017 gegründeten Sol Drive GmbH in Bremen. Das mittelständische Unternehmen versteht sich als zertifizierter Experte für Elektromobilität, der Bereiche wie Ladeinfrastruktur, Fahrzeugelektronik, Elektrotechnik, Fahrzeugvertrieb und Services bündelt. Dank der Qualifikationen seines Gründers verkauft Sol Drive Elektrolieferfahrzeuge der Marke Paxster aus Norwegen und führt Inspektionen, Wartungen und Reparaturen daran durch. Rebber kann und darf das, weil er gelernter Kfz-Elektriker, Kfz-Technikermeister und Elektrotechnikermeister ist. Und was machen E-Handwerksbetriebe, die nicht über einen entsprechend qualifizierten Chef verfügen? „Ganz einfach“, sagt der Bremer auf Anfrage: „Sie stellen dann entsprechend qualifiziertes Personal ein oder kooperieren mit Werkstätten und Autohäusern in ihrer Nähe“, so Rebber.

Über den Autor

Dr. Dominik Faust

Dr. Dominik Faust

Founder & CEO viadoo GmbH