Restaurator des Handwerks Neue Oldtimerqualifikation

Autor: Steffen Dominsky

Ab diesem Jahr können sich Meister und analog Qualifizierte zum staatlich geprüften Restaurator ausbilden lassen. Wie es zu dem neuen Berufsbild kam, verrät Andrea Zeus, ZDK-Referentin in der Abteilung Berufsbildung und „Miss Oldtimer“ beim ZDK.

Andrea Zeus vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe hat sich maßgeblich für das neue Berufsbild „Geprüfte/r Restaurator/in im Handwerk“ eingesetzt.
Andrea Zeus vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe hat sich maßgeblich für das neue Berufsbild „Geprüfte/r Restaurator/in im Handwerk“ eingesetzt.
(Bild: ERPINAR ITP GmbH Frank Erpinar)

Redaktion: Wann entstand die Idee, die bekannte Qualifikation auch für das Kfz-Handwerk einzuführen?

Andrea Zeus: Wenn man sich mit Oldtimern beschäftigt, kommt irgendwann das Thema Denkmalschutz auf den Tisch. „Das hat mit uns doch nichts zu tun!“, sagen viele. Genau das habe ich auch gedacht, stimmt aber nicht. Das Automobil ist über 130 Jahre alt und zählt damit zum Kulturgut, zum immateriellen Kulturgut, um genau zu sein (siehe Kasten, Anm. d. Red.). Der ZDK hat es sich zur Aufgabe gemacht, Fachkräfte für Old- und Youngtimer zu sichern. Im Rahmen des Projekts „Zusatzqualifikation für Old- und Youngtimer“ für Auszubildende führten wir unter anderem Gespräche mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Dabei kam das Thema „Restaurator“ auf, den es bereits in 15 Handwerken gibt. Ich habe die Chance ergriffen und das Kfz-Gewerbe ins Spiel gebracht. Zu der Zeit stand eine Neuordnung des Restaurators an, und wir hatten die Möglichkeit, als weiteres Gewerk aufgenommen zu werden. Das war 2014.

Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group