E-Commerce Neue Plattformen greifen Gebrauchtwagenhandel an

Autor Martin Achter

Im Gebrauchtwagengeschäft formiert sich neue Konkurrenz für den klassischen Handel: E-Commerce-Plattformen mit eigenem Fahrzeugbestand. Sie bohren den Markt an einer Stelle auf, die für alle Händler strategisch bedeutsam ist.

Fahrzeugzustellung per Glastransporter anstatt Auslieferung im markenkonformen Schauraum: E-Commerce-Anbieter mit eigenem Fahrzeugbestand bauen sich parallel zum Geschäft des traditionellen Kfz-Handels eine neues Geschäftsmodell auf. Ihnen geht es nicht um den Gesamtmarkt, sondern um die onlineaffine Käuferschaft als Klientel von morgen.
Fahrzeugzustellung per Glastransporter anstatt Auslieferung im markenkonformen Schauraum: E-Commerce-Anbieter mit eigenem Fahrzeugbestand bauen sich parallel zum Geschäft des traditionellen Kfz-Handels eine neues Geschäftsmodell auf. Ihnen geht es nicht um den Gesamtmarkt, sondern um die onlineaffine Käuferschaft als Klientel von morgen.
(Bild: Auto-1-Group)

Mehr als sechs Milliarden Euro: Ist so viel das Gebrauchtwagengeschäft eines Händlers wert? Anleger an der Börse meinen: Ja. Denn auf dieser Höhe lag der Börsenwert der Auto-1-Group im Oktober.

Klar ist: Für die Gebrauchtwagensparte eines klassischen Händlers würde niemand so viel hinblättern. Aber klar ist auch, dass es sich bei der Auto-1-Gruppe nicht um irgendeinen Händler handelt. Deutlich lässt sich jedenfalls am Beispiel Auto 1 ablesen: Investoren halten den Gebrauchtwagenhandel insgesamt für hochgradig spannend – sofern er Kunden via Internet auf dem Wohnzimmersofa mit nutzerfreundlichen digitalen Prozessen abholt.