Neue RDKS-Sensoren von Alcar und CUB

Autor: Jan Rosenow

Während Alcar ein breites Angebot aus vorprogrammierten, frei programmierbaren und OE-Sensoren liefert, setzt CUB weiterhin auf den frei programmierbaren Universalsensor.

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Die Plug&Drive-Variante des Alcar-Sensors ist vorprogrammiert. Es muss nur das passende Protokoll aktiviert werden.
Die Plug&Drive-Variante des Alcar-Sensors ist vorprogrammiert. Es muss nur das passende Protokoll aktiviert werden.
(Bild: Alcar)

Der Räderhersteller Alcar hat sein Produktprogramm für Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) im Juli erweitert und neu strukturiert. Das Unternehmens will eine breitere Marktabdeckung erreichen, die schnellste kontaktlose Programmierung von Sensoren im Markt anbieten und die Kompatibilität mit unabhängigen RDKS-Werkstattgeräten verbessern. Zusätzlich geht es Alcar um die Freigabe der Sensoren für höhere Geschwindigkeitsfreigaben, nämlich für bis zu 300 Stundenkilometer.

Ab sofort sind beim europäischen Marktführer für Nachrüsträder folgende Sensortypen erhältlich: Der neue „Alcar Sensor Plug&Drive“ ist vorprogrammiert und dadurch sofort einsatzbereit. Mit lediglich sechs Artikelnummern deckt das Produkt laut Herstellerangaben 96 Prozent der Fahrzeuge in Europa ab. Der P&D-Sensor ist aber auch frei programmierbar.

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Universalsensor: programmiert in drei Sekunden

Der neue „Alcar Sensor Universal“ bietet maximale Flexibilität durch Programmierbarkeit und erreicht laut dem Unternehmen eine Fahrzeugabdeckung von annähernd 99 Prozent. Der Universalsensor soll mit drei bis vier Sekunden der derzeit schnellste frei programmierbare Sensor am Markt sein. Zudem funktioniert er mit vielen unabhängigen RDKS-Werkstattgeräten. Erhältlich ist der Universalsensor mit Clamp-in-Ventil in Silber, Schwarz und Grau sowie mit Snap-in-Ventil in Schwarz.

Ein weiteres neues Produkt, der „Alcar Sensor Single“, ist ein vorprogrammierter OE-Ersatzsensor. Er ist absolut identisch zu OE-Sensoren und damit sofort einsatzbereit. Geplanter Haupteinsatzbereich ist das Komplettrad- und Volumengeschäft.

Neues RDKS-Servicegerät mit OBD-Zugang

Für alle neuen Sensoren verspricht der Hersteller eine stark verbesserte Batterielaufzeit sowie Geschwindigkeitsfreigaben bei Clamp-in-Modellen von bis zu 300 Stundenkilometern. Geprüft und zertifiziert wurden sie vom TÜV Süd.

Neben den neuen Sensoren hat Alcar mit Bartec, einem der führenden Hersteller von RDKS-Diagnosegeräten, gleichzeitig auch das neue Servicegerät Tech 600 entwickelt. Es besitzt unter anderem ein Farbdisplay, Wifi, Bluetooth OBD II und eine kabellose Ladefunktion. Wichtige Funktionen sind eine automatische Sensorerkennung, Multiprogrammierung, ERP-Integration und eine umfangreiche Datenbank für Anlernverfahren sowie eine Lizenzlaufzeit von drei Jahren.

CUB: neuer Sensor 40 Prozent leichter

Das Unternehmen RTS Räder Technik Service, der Importeur des Sensorherstellers CUB aus Taiwan, hat ebenfalls eine neue RDKS-Sensorgeneration auf den Markt gebracht. Der neue CUB Uni-Sensor 2 soll kleiner, 40 Prozent leichter, montagefreundlicher und langlebiger sein als seine Vorgänger. Durch die verbesserte Konstruktion mit einheitlicher Ventilaufnahme kann der RDKS-Sensor gleichermaßen mit Clamp-in- wie auch mit Snap-in-Ventilen ausgerüstet werden.

Der Uni-Sensor 2 kann sämtliche OEM-Sensoren mit einer Frequenz von 433 MHz ersetzen. Die Leistungsmerkmale sollen dabei mindestens denen des Originalsensors entsprechen. Die kompaktere Bauweise erweitert den Einsatzbereich um viele Räder, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Gestalt einem RDKS-Sensor nur wenig Raum bieten.

Das Produkt lässt sich im direkten elektrischen Kontakt zum Programmiergerät Sensor AID programmieren. Beim Einführen des Sensors in den sogenannten Programmierschacht wird die Verbindung über drei Kontaktpunkte hergestellt. Hier lässt sich der RDKS-Sensor nicht nur sehr schnell programmieren und ihm die individuelle ID geben, sondern es werden anschließend auch alle Sensorfunktionen automatisch einem Test unterzogen. Eine drahtlose Programmierung ist auch möglich, diese dauert aber etwas länger.

Bridgestone: Reifenkontrolle ohne Sensoren

Der Reifenhersteller entwickelt zusammen mit Microsoft ein Überwachungssystem zur Erkennung von Reifenpannen in Echtzeit. Dabei geht es nicht um den Reifendruck, der ja bereits durch das RDKS überwacht wird, sondern um ungleichmäßige Abnutzung oder Aufprallschäden. Das „Tyre Damage Monitoring System“ wertet dafür ohne den Einsatz zusätzlicher Sensoren die Fahrzeugdaten aus und erkennt Ereignisse, die sich auf die Reifenoberfläche und die Karkasse auswirken können.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group