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Neue Verträge: Handel glaubt nicht an steigende Gewinne

| Autor: Martin Achter

Die VW-Konzernmarken und BMW sind Beispiele: Eine ganze Reihe von Automobilmarken will sich mit neuen Händlerverträgen fit für die digitale Zukunft machen. Eine Sonderauswertung des Branchenindex (BIX) von »kfz-betrieb« zeigt: Mit sprudelnden Gewinnen rechnen Deutschlands Autohäuser deswegen nicht.

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( Wehner/ Redaktion »kfz-betrieb«)

Die neuen Händlerverträge und Geschäftsmodelle verschiedener Hersteller und Importeure lassen Deutschlands Autohäuser einer Umfrage zufolge nicht mit steigenden Erträgen in der Zukunft rechnen. 50 Prozent der Fabrikatshändler gehen davon aus, dass ihre Gewinne in den kommenden fünf Jahren stagnieren oder sich die Ertragslage sogar verschlechtert. Das zeigt eine Sonderauswertung des Branchenindex (BIX) von »kfz-betrieb«. Für die Analyse, die das Beratungsunternehmen BBE umgesetzt hat, wurden im Oktober Fabrikatshändler in ganz Deutschland befragt.

Rund 15 Prozent der Markenhändler erwartet den Ergebnissen zufolge steigende Erträge. Rund ein Drittel (35 Prozent) ist sich unklar darüber, wie sich die Gewinnsituation in den kommenden fünf Jahren entwickeln wird.

Mit Alternativen zum Vertriebsvertrag setzt sich aktuell nur ein Bruchteil der Händlerschaft auseinander: 81 Prozent der Autohäuser wollen Vertragshändler ihrer Marke bleiben. Jedes zehnte Unternehmen denkt angesichts der neuen Verträge aber darüber nach, Händler einer anderen Marke zu werden. Fünf Prozent setzen sich mit der Option auseinander, künftig nur noch als Servicebetrieb ihrer Marke zu agieren. Und drei Prozent erwägen, als freier Händler aktiv zu werden.

Der Großteil der befragten Autohäuser geht auch davon aus, dass ihnen der Hersteller oder Importeur die Treue hält: 77 Prozent der Betriebe rechnen damit, dass sie auch noch in fünf Jahren Partner ihrer Hauptvertriebsmarke sein werden. 13 Prozent glauben, dass das Vertragsverhältnis dann keinen Bestand mehr haben wird. Und zehn Prozent sind sich unklar darüber, wie sich die Situation für ihren heute markengebundenen Betrieb in einigen Jahren darstellen könnte.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«