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Neuer Verbandspräsident in Meck-Pomm

| Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Mit Udo Hintze hat das Kfz-Gewerbe Mecklenburg-Vorpommern wieder einen neuen Präsidenten. Einen Schwerpunkt seiner Amtszeit will Hintze auf die Ausbildung legen und die Betriebe mit guten Ideen unterstützen.

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Udo Hintze ist neuer Präsident beim Kfz-Gewerbe Mecklenburg-Vorpommern.
Udo Hintze ist neuer Präsident beim Kfz-Gewerbe Mecklenburg-Vorpommern.
(Bild: Zietz)

Der Kfz-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern hat eine neue Spitze: Auf ihrer Mitgliederversammlung wählten die Teilnehmer Udo Hintze zum Präsidenten. Hintze tritt eine verkürzte Amtszeit an, die in zwei Jahren endet. Dann wird der Vorstand turnusgemäß für drei Jahre neu gewählt.

Eine Neuwahl war notwendig geworden, nachdem Winfried Preuss im Frühjahr zurückgetreten war und Holger Neu das Amt nur übergangsweise bis zum Herbst übernommen hatte. Sowohl Preuss als auch Neu engagieren sich weiterhin im Vorstand des Verbandes.

Udo Hintze will die ersten Schwerpunkte seiner Arbeit auf die neue Wirtschaftsgesellschaft des Verbandes und die Mitgliedergewinnung legen. „Wir wollen das Image als Innungsbetrieb beim Kunden stärken“, kündigt er an. Die Mitgliedsbetriebe sollen mit ihrer Zugehörigkeit zur Innung um Kunden werben können. Es sei eine Auszeichnung für den Betrieb, Mitglied der Innung zu sein.

Ein weiterer Schwerpunkt soll das Thema Ausbildung sein. Auch in Mecklenburg-Vorpommern suchen die Betriebe Fachkräfte. Die Abwanderung der Bevölkerung ist in vielen Landesteilen gestoppt, das Gegenteil ist wieder der Fall: Inzwischen kommen die Menschen verstärkt aus den alten Bundesländern zurück in ihre alte Heimat. Aber Fachkräfte fehlen noch immer. „Es hilft nur ausbilden“, betont Hintze.

Den Ratschlag beherzigen bereits viele Autohäuser und Werkstätten in Mecklenburg-Vorpommern. Die Ausbildungszahlen steigen langsam. Zurzeit lernen rund 1.000 Azubis im Kfz-Gewerbe einen Beruf. Alle Gesellen finden nach ihrer Prüfung Arbeit in den Betrieben. Hintze will sich dafür einsetzen, frisch gebackene Gesellen bei Arbeitsmangel im Ausbildungsbetrieb auch in andere Betriebe intern zu vermitteln.

Mit den Bewerbern um einen Ausbildungsplatz will Udo Hintze ebenso verfahren. Mit dem Einverständnis der Bewerber sollen die ausbildungswilligen Schulabgänger in andere Betriebe vermittelt werden, wenn der Wunschbetrieb keine freien Stellen mehr hat.

28 Jahre Erfahrung im Bereich Ausbildung

Im Ausbildungsbereich kennt sich Hintze gut aus: Als Gründungsmitglied der Fahrzeuginnung Güstrow ist er seit 1990 ehrenamtlich im Vorstand der Innung als Lehrlingswart und Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses aktiv. Zudem ist er auch Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Güstrow.

Als neuer Präsident will Hintze alle Obermeister und Geschäftsführer des Landesverbandes besuchen und die Anliegen der Innungen besprechen. Daraus soll eine Prioritätenliste für die Arbeit des Landesverbandes entstehen. Bereits jetzt gibt es Zielvereinbarungen im Landesverband.

Der 60-jährige Unternehmer hat sich also viel vorgenommen. Hintze führt gemeinsam mit seinen zwei Söhnen drei Autohäuser in Güstrow und Sternberg. Er ist Vertragshändler der Marken Volkswagen und Skoda sowie Servicepartner für Audi.

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