Motul Neues 300V präsentiert

Autor: Steffen Dominsky

Zahlreiche Teams setzen es erfolgreich im Rennsport ein: Nun hat der französische Schmierstoffhersteller die neueste Generation seines Top-Produkts vorgestellt.

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Seit 50 Jahren gibt es das 300V. Jetzt hat Motul seinen Klassiker umfassend überarbeitet.
Seit 50 Jahren gibt es das 300V. Jetzt hat Motul seinen Klassiker umfassend überarbeitet.
(Bild: Motul)

Manchmal ist die Entstehung von Produktnamen einfach und nachvollziehbar. Manchmal aber kommt man im Leben nicht darauf, weshalb Verantwortliche diese oder jene Bezeichnung gewählt haben. Beispiel Motul und sein Klassiker 300V. So steht die „300“ des bekannten Hochleistungsschmierstoffs keineswegs für irgendeinen tribologischen Wert oder den Mengenanteil einer seiner Zutaten. Nein, die Zahl 300 steht für 300 Rennsiege, die mittels Motul-Motoröle bis 1971 bereits errungen wurden, dem Jahr der Markteinführung des 300V. Und „V“ steht selbstredend für Victory, sprich Sieg.

Nun, genau 50 Jahre nach der Vorstellung des ersten 300V, präsentiert Motul die neueste Evolutionsstufe seines Top-Produkts: die 300V-Reihe. Sie verfügt über zahlreiche Verbesserungen. Zudem hat der Hersteller sie nun in drei Hauptsegmente unterteilt:

  • Power: Die Power-Serie umfasst die niedrigen Viskositätsklassen, die von 0W-8 bis 5W-30 reichen. Diese Serie bietet geringe Reibungsverluste und eignet sich auch für Motoren mit einer sehr geringen Ölverdünnung durch unverbrannten Kraftstoff.
  • Competition: Die Competition-Serie umfasst die mittleren Viskositätsklassen, die von 0W-40 bis 15W-50 reichen. Die Produkte dieser Serie bieten einen guten Kompromiss zwischen Leistung und Zuverlässigkeit und eignen sich für Motoren mit mittlerer Ölverdünnung.
  • Le Mans: Die neue Le-Mans-Serie umfasst die Viskositäten 10W-60 und 20W-60. Diese Produktserie ist für extreme Motorsportanwendungen wie Langstreckenrennen und Drifting ausgelegt und kann zusätzlich einen höheren Eintrag an unverbranntem Kraftstoff kompensieren.

Das neue 300V stellte Motul erst kürzlich anlässlich der 24 Stunden von Le Mans vor. Erhältlich soll es hierzulande im Laufe des vierten Quartals sein.

Neue Serie an Additiven

Zudem hat der französische Schmierstoffexperte kürzlich neue Additivprodukte vorgestellt, mit denen er seine Produktpalette für Endverbraucher erweitert. Künftig stehen Autofahrern 13 neue Additive für unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung – von solchen für Einspritzanlagen, Katalysatoren und Kraftstoffsysteme über einen sogenannten Oktan-Booster für eine bessere Verbrennung bei Oldtimern und Youngtimern bis zur Kühlerversiegelung und einer Ölschlammspülung sowie einem Systemschutz für Hybridfahrzeuge oder einem Cetan-Booster für Dieselmotoren.

Die neue Additivserie von Motul umfasst 13 Produkte für unterschiedliche Anwendungen.
Die neue Additivserie von Motul umfasst 13 Produkte für unterschiedliche Anwendungen.
(Bild: Motul)

Die Additive reinigen laut Motul unter anderem empfindliche Motorkomponenten sowie Teile des Kraftstoffsystems und helfen, den Kraftstoffverbrauch zu senken und den Verschleiß zu verringern. Außerdem sollen sie helfen, die Motoremissionen zu reduzieren. Die Gebindegröße entspricht der jeweiligen Anwendung, Werkzeuge oder besondere Fachkenntnisse benötigt der Nutzer nicht. Das Additiv füllt er je nach Verwendungszweck einfach in der kompletten Gebindemenge in den Kraftstofftank, den Öltank oder den Kühler. Im Schnitt soll die einmalige Anwendung nicht einmal zwei Minuten dauern.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group