Neues Assistenzsystem: Porsche warnt vor Aquaplaning

Autor / Redakteur: Ampnet / Andreas Grimm

Aller Technik zum Trotz entscheidet am Ende doch die Physik, ob ein Auto auf der Straße bleibt oder verunfallt. Kritisch wird es etwa bei Nässe, wenn Aquaplaning droht. Doch Fahrer des Porsche 911 müssen sich selbst darüber künftig keine Sorgen mehr machen.

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Starke Nässe auf der Fahrbahn ist künftig ein Fall für das Assistenzssystem „Porsche Wet Mode“.
Starke Nässe auf der Fahrbahn ist künftig ein Fall für das Assistenzssystem „Porsche Wet Mode“.
(Bild: Porsche)

Porsche wird die bereits bestellbare Neuauflage des 911er serienmäßig mit einem Assistenzsystem ausstatten, das Nässe erkennt und das Fahrverhalten auf nassen Fahrbahnen stabilisiert und verbessert. Das Assistenzssystem „Porsche Wet Mode“ warnt den Fahrer vor drohendem Aquaplaning, indem akustische Sensoren in den vorderen Radhäusern aufgewirbeltes Spritzwasser registrieren.

Damit unterscheidet sich das System grundlegend von Regensensoren zur Ansteuerung der Scheibenwischer, die unabhängig vom Fahrbahnzustand lediglich optisch auf Wassertropfen auf der Windschutzscheibe reagieren. Erkennt das System eine nasse Fahrbahn, wird das Ansprechverhalten der beiden elektronischen Helfer Porsche Stability Management (PSM) und Porsche Traction Management (PTM) vorkonditioniert.

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Beide Systeme greifen dann früher und sensibler ein. Zudem informiert eine Einblendung den Fahrer im Display rechts neben dem Drehzahlmesser über die erkannte Nässe und empfiehlt, manuell in den Wet Mode zu wechseln. Die entsprechende Funktion ist entweder in der neuen Tastenleiste über der Mittelkonsole zuschaltbar oder beim optionalen Sport Chrono-Paket im Mode-Schalter am Lenkrad integriert.

Wird das Fahrprogramm „Wet“ aktiviert, passen sich unter anderem das PSM, das PTM, die adaptive Aerodynamik, das optionale Porsche Torque Vectoring (PTV) Plus und das Ansprechverhalten des Antriebs an, um eine größtmögliche Fahrstabilität zu gewährleisten. Der variable Heckspoiler fährt ab 90 km/h in die Performance-Position, die Kühlluftklappen öffnen, die Gaspedal-Kennlinie wird flacher, die Funktion PSM Off oder der Sport-Modus können nicht mehr aktiviert werden. Der Drehmomentaufbau des Motors wird sanfter, die Schaltstrategie des neuen Acht-Gang-PDK-Getriebes passt sich automatisch daran an.

Beim Allradmodell 911 Carrera 4S fließt grundsätzlich mehr Antriebskraft zur Vorderachse als im Normalmodus, um den Stabilisierungseffekt zu verstärken. Reduzierte Sperrgrade der elektronisch geregelten Hinterachs-Quersperre ergänzen die Nässeabstimmung des Porsche 911. Auch bei reduzierten Reibwerten auf verschneiten Straßen kann das Fahrprogramm Wet manuell aktiviert werden, um die Fahrstabilität zu erhöhen. Es begrenzt dabei weder die maximale Leistung des Motors noch schränkt er die Höchstgeschwindigkeit ein.

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