Neues BMW-Logo: Keine Veränderungen in den Autohäusern

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Wenn vom BMW-Logo die Rede ist, hört man oft die Bezeichnung „Propeller“. Das klingt zunächst auch schlüssig, schließlich geht das Unternehmen aus dem Flugzeugmotoren-Hersteller Rapp hervor und baute zunächst überwiegend weiterhin genau das: Flugzeugmotoren. Doch als das BMW-Logo, dass in über 100 Jahren immer nur leicht verändert wurde, 1917 entstand, hatte niemand einen Propeller im Sinn.

Die eigentliche Idee dahinter erklärt der Autobauer auf seiner Website: Schon das Rapp-Logo umfasste ein schwarzer, beschrifteter Ring, den das neue Unternehmen Bayerische Motoren Werke bei der Entwicklung eines eigenen Logos 1917 beibehielt. Im Inneren sollte sich jedoch der Bezug zu Bayern wiederfinden. Also zeigte die Darstellung vier Viertelkreise in den bayerischen Landesfarben. Allerdings in umgekehrter Reihenfolge: Blau-weiß statt weiß blau, wenn man das Logo von links oben im Uhrzeigersinn liest. Denn damals war es verboten, Staatswappen für ein Unternehmenslogo zu verwenden.

Das BMW-Logo im Wandel der Zeit
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Die Deutung als Propeller entstand jedoch erst deutlich später. 1929 zeigte das Unternehmen zur Bewerbung eines neuen Flugzeugmotors erstmals das Logo im Propeller. 1942 erschien in einer Werkszeitschrift zudem ein Artikel, der diese Version nochmals ausschmückte – und erneut mit einem Bild unterstrich, das ein Logo als sich drehenden Flugzeugpropeller zeigte.

„BMW selbst hat sich lange keine Mühe gegeben, den Mythos geradezurücken“, erklärt Fred Jakobs von der BMW Group Classic auf der Website des Herstellers. So habe sich die Erklärung schließlich eingebürgert.

Das eigentliche Logo hat sich über die Zeit kaum verändert. Die zunächst goldene Umrandung des schwarzen Rings wurde irgendwann weiß, es kamen unterschiedliche Schriftarten zum Einsatz und die 1997 eingeführte, bis heute verwendete Version machte aus dem zweidimensionalen ein dreidimensionales Logo. Das hat sich mit der Neuinterpretation jetzt wieder geändert – zumindest teilweise, denn das bisherige Logo bleibt ja bestehen.

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 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur Newsdesk Automotive