Neujahrsempfang des Landesverbandes Bayern

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Andreas Grimm

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat als Hauptredner vor Vertretern des bayerischen Kfz-Gewerbes die Bedeutung der Branche für die Wirtschaft des Bundeslandes hervorgehoben.

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Zu Gast beim Neujahresempfang des bayerischen Kfz-Gewerbes: Ministerpräsident Horst Seehofer.
Zu Gast beim Neujahresempfang des bayerischen Kfz-Gewerbes: Ministerpräsident Horst Seehofer.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Bayerische Kfz-Gewerbe hat die Forderungen nach Investitionsschutz und Absetzbarkeit der Kfz-Reparaturkosten bekräftigt. „Die Einbindung einer steuerlichen Absetzbarkeit von Lohnkosten bei Reparaturen an Privatfahrzeugen ähnlich dem Vorbild, wie wir es bei den steuerlichen Abzugsfähigkeit von Bauleistungen im Einkommensteuerrecht kennen, möchte ich als wichtige Forderung unseres Verbandes nennen“, sagte Klaus Dieter Breitschwert beim Neujahrsempfang des Landesverbandes in München.

Zudem mahnte der Präsident und Landesinnungsmeister des Kfz-Gewerbes Bayern einen Investitionsschutz zur besseren Risikoverteilung zwischen Händlern und Herstellern an. Dies ist aus Sicht Breitschwerts dringend notwendig, um die mittelständische Struktur im Kfz-Handel und -Handwerk zu schützen. „Wir stehen als Arbeitsgeber und Ausbildungsbranche zu unseren gesellschaftlichen Verpflichtungen“, betonte er. Die rund 10.000 Betriebe im Freistaat stellten Arbeitsplätze für 115.000 Menschen bereit und bildeten fast 17.000 Jugendliche in Handwerk und Handel aus.

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Wirtschaftsfaktor Mittelstand

Gerade im Flächenland Bayern spielt das Kfz-Gewerbe und der Mittelstand eine wesentliche Rolle. Dies weiß Ministerpräsident Horst Seehofer, der Hauptredner des Neujahrsempfangs, zu schätzen: „Wir sind gut durch die Krise gekommen.“

Damit die Wirtschaft in Bayern kraftvoll bleibt, versprach der Politiker weiter in den Ausbau der Verkehrsverbindungen zu investieren. Dazu zählen natürlich auch die Straßen: „Wir sind ein Autoland - Bayern ist ein Autoland“, stellte Seehofer klar.

Weiterer wichtiger Punkt für den Erhalt der Wirtschaftskraft ist die Ausbildung des Nachwuchses. Seehofer verwies auf das gute Abschneiden der bayerischen Schüler beim Pisa-Test. Zudem werde das Modell der dualen Ausbildung im Ausland kopiert. „Die wollen da hin, wo wir sind.“

Technikneutrale Antriebsförderung

Die Zukunft sieht der bayerische Ministerpräsident in der Elektromobilität. „Ja zur Innovation - Ja zur Elektromobilität“. Die Entwicklung müsse vom Staat entsprechend unterstützt werden. Allerdings betonte Seehofer, dass die Förderung für das Auto der Zukunft technikneutral sein müsse. „Wenn nur eine Technik gefördert wird, könnte das der falsche technische Weg sein.“ Am Ende müssten Hersteller und Verbraucher entscheiden, mit welcher Technik sie künftig umgehen wollen.

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