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Neun kleine PS-Protze

| Autor / Redakteur: sp-x/js / Jakob Schreiner

Klein und gemein: Was früher Renault R5 Turbo oder Peugeot 205 GTi waren, sind heute Clio R.S. oder 208. Welche Giftzwerge außerdem noch das Sportfahrer-Gen in sich tragen, haben wir in einer Marktübersicht zusammengetragen.

Unter den sportlichen Kleinwagen liegt nur der Abarth 595 Competizione mit seinen 180 PS unter der 200-PS-Marke.
Unter den sportlichen Kleinwagen liegt nur der Abarth 595 Competizione mit seinen 180 PS unter der 200-PS-Marke.
(Bild: Abarth)

Es ist gerade einmal 40 Jahre her, da waren Leistungsregionen jenseits der 200 PS Sportwagen-Ikonen wie dem Porsche 911 Carrera vorbehalten. Mittlerweile sieht das schon anders aus. Gleich sieben der acht aktuell erhältlichen sportlichen Kleinwagen von Audi S1 bis VW Polo GTI knacken diese Leistungsgrenze, lediglich Abarth liegt mit dem 595 noch darunter. In Zeiten, in denen selbst Mamas Kompakt-SUV für den „Urban Jungle“ kräftiger ist als ein BMW-M-Modell aus den 80ern, müssen Performance-Minis mit mehr aufwarten als noch vor ein paar Jahren. Trotzdem wächst das Angebot und viele Hersteller setzen schon länger auf hochgezüchtete Kleinwagen. Welcher am besten ist? Wir fassen zusammen.

Der Laute: Abarth 595 Competizione

Die Verwandlung vom putzigen Fiat 500 in den Brüllkäfer Abarth 595 Competizione ist wohl der Inbegriff des übermotorisierten Einkaufswagens. Aus einem 1,4 Liter großen Turbomotor schöpft der kleine Italiener 132 kW/180 PS. Damit ist er zwar der nominell schwächste in dieser Übersicht, was dem 595 an bloßer Kraft fehlt, macht er allerdings mit Attitüde wett. Der – wenn man viele teure Optionen wählt – schicke Innenraum und die grandios klingende Sportabgasanlage machen den 595 zu einem sehr lebendigen und außergewöhnlichen Fahrzeug. Los geht es bei rund 25.000 Euro.

Der Erwachsene: Audi S1

Zwar gehört der Audi S1 mit einem Basispreis von rund 31.000 Euro zur absoluten Preisspitze im Segment der sportlichen Kleinen, dafür bietet der aufgepumpte A1 aber auch einigen Gegenwert. Beispielsweise in Form von 170 kW/231 PS und einer Audi-typischen hochwertigen Verarbeitung im Innenraum. Außerdem ist er der einzige unserer Performance-Minis, der mit einem Allradantrieb aufwarten kann. Lediglich die vierflutige Abgasanlage am Heck ist dann doch etwas zu viel des Guten.

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Der Hoffnungsträger: Ford Fiesta ST

Die vergangene Generation des Ford Fiesta ST war ein Mini-Hothatch, wie er im Buche steht. Knalliger Motor, handgerissen und ein Fahrwerk, das in engen Kehren gerne mal das Beinchen hebt. Für den auf dem neuen Fiesta basierenden kommenden ST haben sich die Ford-Ingenieure zu einem neuen Downsizing-Wunder mit nur drei Zylindern und 1,5 Liter Hubraum hinreißen lassen. Trotz des geringen Hubraums stemmt der ST 147 kW/200 PS auf die Vorderachse und dürfte mit einem Grundpreis von rund 22.000 Euro auch in der Preis-Leistungs-Wertung ganz vorne mit dabei sein.

Der ewig junge: Mini John Cooper Works

Das „charakteristische Go-Kart-Feeling“, das Mini Generation für Generation bei all seinen Modellen propagiert, kann wohl im aktuellen John Cooper Works noch am direktesten erfahren werden. Unter der Haube sitzt ein Zweiliter-Turbo, der den 1,6-Liter-Motörchen der Konkurrenz allein in Sachen Souveränität und Drehmoment überlegen ist. Die 170 kW/231 PS machen ihn außerdem zu einem der beiden stärksten Performance-Kleinwagen. Dazu gibt es für saftige 31.000 Euro ein perfekt austariertes Fahrwerk und ein feines Interieur in BMW-Qualität.

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