Mitsubishi: Outlander-Hybrid soll Käufer locken

Importeur setzt auf Plug-in-SUV und neues Markenimage

| Autor: Martin Achter

Mitsubishi rechnet für den Plug-in-Hybrid Outlander mit 2.200 Neuzulassungen in diesem Jahr in Deutschland.
Mitsubishi rechnet für den Plug-in-Hybrid Outlander mit 2.200 Neuzulassungen in diesem Jahr in Deutschland. (Foto: Achter)

Mitsubishi will mit dem Plug-in-Hybrid Outlander und der Emil-Frey-Gruppe als neuem Importeur im Rücken 2014 die Trendwende auf dem deutschen Markt schaffen. Die Vertriebsorganisation werde unter den neuen Rahmenbedingungen „zu einem positiven Ergebnis für die Marke Mitsubishi in Deutschland kommen und in diesem Jahr mehr verkaufen“, sagte Werner H. Frey, Geschäftsführer der Mitsubishi Motors Deutschland (MMD), am Dienstag im hessischen Walluf. Mitsubishi rechnet mit 2.200 Neuzulassungen für das neue Hybrid-SUV. Derzeit liegen rund 500 Bestellungen vor.

Publikumspremiere für den Plug-in-Hybrid Outlander ist am Samstag. In anderen Ländern hatte Mitsubishi das SUV bereits im vergangenen Jahr eingeführt, so etwa auf dem Heimatmarkt Japan oder in den Niederlanden. In dem europäischen Nachbarland, das Fahrzeuge mit alternativen Antrieben staatlich fördert, konnte Mitsubishi nach eigenen Angaben bereits 10.000 Einheiten absetzen. Europaweit gab es demnach Ende April 20.000 Vorbestellungen.

Mitsubishi Plug-in-Hybrid Outlander: SUV unter Strom

Laut Importeur ist der Outlander das weltweit erste SUV mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. Strecken von bis zu 52 Kilometern kann das Fahrzeug bei Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde rein elektrisch zurücklegen. Bei hohen Kraftanforderungen – etwa Überholvorgängen – schaltet das Fahrzeug in den seriellen Hybridmodus: Der Verbrennungsmotor des Fahrzeugs klinkt sich vorübergehend ein und lädt als Generator die Batterie an Bord auf.

Daneben hat das SUV einen dritten Fahrmodus, den sogenannten Parallel-Hybrid-Modus: Bei permanent erhöhtem Energiebedarf, wie etwa auf Langstreckenfahrten mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern und mehr, übernimmt der 2,0-Liter-Benzinmotor als Hauptantrieb und greift direkt auf die Vorderachse zu. Neben dem Verbrennungsmotor mit 89 kW/121 PS ist der Allrader mit zwei E-Motoren an Vorder- und Hinterachse (jeweils 60 kW/82 PS) ausgestattet. Mit Benzinmotor liegt die Reichweite bei maximal 827 Kilometern.

Mitsubishi sieht drei Hauptzielgruppen für das Fahrzeug:

  • technikbegeisterte Käufer mit Interesse an alternativen Antrieben
  • Kunden, die bereits Erfahrungen mit Elektroautos wie dem Kleinwagen „Electric Vehicle“ von Mitsubishi haben
  • Flottenbetreiber, die den Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Fuhrparks verringern wollen.

MMD setzt in das Hybrid-SUV große Erwartungen. Die Marke will sich ein neues Image als Anbieter von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben geben – auf einem aus Sicht des Unternehmens günstigen Preisniveau. Aufgrund der strategischen Bedeutung des Outlander-Hybrids – im Zusammenspiel mit dem Kleinwagen „Electric Vehicle“ – habe sich der Importeur entschlossen „die größte Einführungskampagne in der jüngeren Geschichte von Mitsubishi in Deutschland zu starten“, sagte MMD-Geschäftsführer Frey. Teil dieser Kampagne sind TV-Werbespots, in denen Kinder die Hybrid-Technologie erklären.

Die MMD hatte im März ihr neues Strategiekonzept den Händlern vorgestellt. Der Importeur will daneben aber auch an der Kundenzufriedenheit arbeiten. Der Outlander-Hybrid mit einem Einstiegspreis von 39.900 Euro ist die einzige Modellneuheit des Herstellers auf dem deutschen Markt in diesem Jahr.

Die Verkaufszahlen Mitsubishis waren in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. 2011 hatte das Kraftfahrt-Bundesamt noch über 30.000 Neuzulassungen von Fahrzeugen der Marke verzeichnet. 2013 waren es 21.141.

Seit Februar steht Mitsubishi Deutschland unter der Führung von Werner H. Frey. Zuvor hatte die Emil-Frey-Gruppe vom Bundeskartellamt grünes Licht für die mehrheitliche Übernahme der MMD Automobile GmbH erhalten.

Die Schweizer Emil-Frey-Gruppe hat europaweit insgesamt 6.600 Mitarbeiter, rund 3.000 davon in Deutschland. Das 1924 gegründete Unternehmen tritt in vier europäischen Ländern als Importeur von Mitsubishi auf, neben Deutschland in Ungarn, Frankreich und der Schweiz. Die Gruppe ist neben dem Autogroßhandel auch im Einzelhandel aktiv, in der Finanzierung sowie in der Fahrzeug- und Teilelogistik. Neben Mitsubishi ist Emil Frey in Deutschland auch Importeur für das Fabrikat Subaru.

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