Starker Privatmarkt dämmt Eigenzulassungen nicht ein

Anteil der taktischen Zulassungen am Gesamtmarkt sinkt

| Autor: Andreas Grimm

(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Der starke Privatmarkt geht zum Jahresauftakt einher mit einer steigenden Eigenzulassungstätigkeit seitens der Hersteller und des Handels. Laut einer Auswertung der Marktforschung Dataforce kletterte die absolute Zahl der Neuwagen, die über Fahrzeugbau und -handel in den Markt kamen. Weil der Gesamtmarkt jedoch noch stärker zulegte (+11,6 %), sank allerdings der prozentuale Anteil der taktischen Zulassungen und Vorführwagen am gesamten Neuzulassungsvolumen.

Die Hersteller und Importeure sorgten im Januar für 24.988 Zulassungen. Das war ein Rückgang um knapp 1.150 Einheiten (-4,4 %). Über die Händler fanden 59.910 Neuwagen den Weg in den Markt. Das ist ein Anstieg um rund 3.500 Einheiten (+6,2 %). Insgesamt wurden über diese Sondereinflüsse fast 85.000 Pkw erstmals zugelassen. Damit entfielen im Januar 31,5 Prozent aller Neuwagen auf diese Sonderkanäle. Im Vergleichsmonat des Vorjahres hatte der Anteil noch bei 34,2 Prozent gelegen.

Die Neuzulassungen von privat kletterten gleichzeitig um ein Viertel (24,5 %) oder 18.600 Einheiten im Vergleich zum Vorjahresmonat. Eine Ursache dafür sieht Dataforce in den weiter gewährten Nachlässe beim Eintausch eines alten Dieselfahrzeugs. Bereits in den beiden Vormonaten hatte der Privatmarkt deutlich zweistellig zugelegt.

Nach mehreren Rekordjahren in Folge bleibt auch der Gewerbekundenmarkt unter Dampf. Im Januar legten die Erstzulassungen durch Gewerbetreibende und Flottenkunden um 9,4 Prozent zu. 64.243 Einheiten sind zugleich ein Bestwert für das Flottensegment im ersten Monat des Jahres.

Dabei zeigt sich, dass die Dieselskepsis im Flottenmarkt weiterhin wächst. Die Zahl der Diesel-Neuzulassungen in diesem Marktsegment sank um 7,3 Prozent, während die Zahl der Benziner um 45,2 Prozent stieg. Interessant ist zudem der Blick auf die alternativen Antriebe. Ihr Anteil am Flottenmarkt hat sich binnen Jahresfrist fast verdoppelt, so dass inzwischen 4,6 Prozent aller neuen Firmenfahrzeuge mit Elektro-, Hybrid- oder Gasantrieb fahren. Die Nische wird also größer, laut Dataforce ist „eine Steigerung der Relevanz dieser Antriebsart in den nächsten Monaten sehr wahrscheinlich“.

Ebenfalls zugelegt haben die Neuzulassungen der Autovermieter. Mit einem Plus von 6,2 Prozent auf 25.674 Einheiten bleibt diese Absatzsäule allerdings hinter der durchschnittlichen Entwicklung im Januar zurück.

Weiterer Aufschwung am Transportermarkt

Weiter aufwärts ging es zum Jahresauftakt im Transportergeschäft. Die Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen und von Transportermodellen mit Pkw-Zulassung legten um 4,9 Prozent zu. Besonders stark entwickelt sich auch in dieser Spezialauswertung der Privatmarkt, der um 12,2 Prozent auf gut 7.700 Einheiten zulegte. Bei den Firmenkunden war dagegen nur noch wenig Dynamik zu spüren. 16.600 Erstzulassungen sind noch ein Plus von 1,2 Prozent. Die Vermieter orderten dagegen 8 Prozent mehr Fahrzeuge (1.000 Einheiten).

Ein ähnliches Bild wie im Pkw-Markt boten die taktischen Zulassungen im Transportersegment: Die Zulassungen des Fahrzeughandels stiegen auf 5.850 Einheiten (+ 12,9 %) die Hersteller übten mit 1.350 Einheiten deutliche Zurückhaltung (- 17 %).

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