WLTP: Audi verspricht noch 2018 „passendes Angebot in allen Modellreihen“

Europa-Absatz im Oktober um 52,7 Prozent eingebrochen

| Autor: Christoph Seyerlein

Audi verspricht baldige Entspannung bei den WLTP-Problemen.
Audi verspricht baldige Entspannung bei den WLTP-Problemen. (Bild: Audi)

Audi leidet weiter stark unter der Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP. Vor allem wegen fehlender Verfügbarkeiten in Europa sackte der weltweite Absatz des Herstellers im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 25,7 Prozent auf 117.600 Einheiten ab. Die schwachen Zahlen sorgten auch dafür, dass die Volkswagen-Tochter im Gesamtjahr mit 1.525.300 Auslieferungen etwas schlechter abschneidet als zum gleichen Zeitpunkt 2017 (-0,9 %).

Interims-CEO Bram Schot versuchte in einem Statement, Optimismus zu verbreiten: „Wir haben die Anzahl unserer homologierten Modelle in diesem Monat nahezu verdoppelt. Bis zum Jahresende erwarten wir in allen Modellreihen ein passendes Angebot für unsere Kunden“, sagte er. Das hätte die Marke auch bitter nötig, brach der Absatz in Europa im Oktober doch um satte 52,7 Prozent ein.

Aber auch jenseits von Europa und WLTP läuft es bei Audi nicht überall rund. In den USA stand im zurückliegenden Monat mit 16.056 Auslieferungen ebenfalls ein enormes Minus von 17,3 Prozent unter dem Strich. Der Hersteller macht dafür hauptsächlich anstehende Modellwechsel verantwortlich.

Auf seinen größten Einzelmarkt China kann sich die Marke immerhin noch einigermaßen verlassen. Obwohl der Gesamtmarkt dort aktuell schwächelt, legte Audi um 5,4 Prozent auf 56.729 Einheiten zu. Das Tempo aus dem bisherigen Jahresverlauf (+14,2 % nach zehn Monaten) konnten die Ingolstädter im Oktober im Reich der Mitte aber nicht ganz aufrecht erhalten.

Auf die Konkurrenz braucht Audi aufgrund der derzeitigen Probleme eigentlich gar nicht zu blicken. Mercedes lieferte im Oktober mehr als 190.000 Fahrzeuge aus und ist der Volkswagen-Tochter damit noch deutlich weiter enteilt als es in der jüngeren Vergangenheit sowieso schon regelmäßig der Fall war. Die Oktober-Zahlen von BMW liegen noch nicht vor, da aber auch die Münchner deutlich geringere Schwierigkeiten mit der WLTP-Umstellung hatten, ist davon auszugehen, dass auch sie klar mehr Neuwagen ausgeliefert haben als Audi.

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