Tesla: US-Verbraucherschützer stufen Autopilot als unsicher ein

„Frustration“ bei den Kunden

| Autor: Christoph Seyerlein

In Norwegen häufen sich die Beschwerden gegen Tesla-Autos.
In Norwegen häufen sich die Beschwerden gegen Tesla-Autos. (Bild: Seyerlein / »kfz-betrieb«)

Die US-Verbraucherschutzorganisation Consumer Reports hat Teslas jüngste Autopilot-Version unter die Lupe genommen. Das Urteil fällt vernichtend aus. Jake Fisher von Consumer Reports teilte mit: „Das System sollte dem Fahrer helfen, aber bei dieser Auslegung passiert das genaue Gegenteil.“

Gerade der automatisierte Spurwechsel, den Tesla verspricht, kam schlecht weg: Das System sei extrem kurzsichtig, reagiere offensichtlich nicht auf Bremslichter oder die Signale des Blinkers. „Weil der Autopilot nicht vorwegnehmen kann, was andere Fahrer tun werden, muss man permanent auf der Hut sein und vorausdenken“, so Fisher.

Teslas Autopilot steht regelmäßig in der Kritik. Dem Hersteller wird dabei vor allem vorgeworfen, nicht ausreichend darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Technik lediglich um ein Fahrerassistenzsystem handelt. Eine klare Abgrenzung zu einem vollautonomen Auto fehle in der Außendarstellung. Erst im März war es zum wiederholten Male zu einem Unfall mit Todesfolge bei einem Tesla im Autopilot-Modus gekommen.

Beschwerde-Flut in Norwegen

Schwierigkeiten hat Tesla auch in Norwegen. Fast 40.000 Autos haben die Kalifornier dort in diesem Jahr bereits zugelassen. Was nach einer Erfolgsgeschichte klingt, wird für den Hersteller allerdings zunehmend zum Problem, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Dem Blatt zufolge häufen sich die Kundenbeschwerden gegen Tesla. Verbraucherschützern zufolge gebe es bei keinem anderen Hersteller mehr Beschwerden pro Fahrzeug. Thomas Iversen vom Norwegian Consumer Council sagte: „Es sind eine Menge kleiner Dinge, die Tesla nicht in den Griff bekommt. Das sorgt für Frustration bei den Kunden.“ Beispielsweise würden Käufer Beulen in der Karosserie und Fehler bei der Lackierung beklagen. Obwohl Tesla zuletzt Kapazitäten im Service aufgebaut hat, ist der Hersteller damit offenbar überfordert.

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