Neuwagenverkauf: Ein Drittel der Händler verdiente damit kein Geld

Geschäftsentwicklung 2018 und Ausblick 2019

| Autor: Jakob Schreiner

(Bild: Renault)

Eigentlich sollten Händler mit dem Verkauf ihrer angebotenen Waren und Produkte Geld verdienen – mehr als jeder fünfte Kfz-Vertragshändler (22 %) wird das Geschäftsjahr 2018 aber ohne Gewinn im Neuwagengeschäft abschließen. Acht Prozent der Händler verlieren sogar Geld wegen dieses Geschäftszweigs. Sie gaben an, ihre Umsatzrendite liege bei null Prozent beziehungsweise darunter, wie die Branchenindexbefragung vom Dezember 2018 der Redaktion »kfz-betrieb« und der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) ergab.

Etwas entspannter stellt sich die Situation beim Handel mit Gebrauchtfahrzeugen dar. Zwar musste auch hier jeder Zehnte die „schwarze Null“ hinnehmen und zwei Prozent haben Geld verloren – insgesamt verzeichneten aber im Vergleich zum Neuwagengeschäft mehr Händler höhere Umsatzrenditen.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Erwartungen der Händlerschaft an das laufende Geschäftsjahr. Rund zwei Drittel der Markenbetriebe (68 %) gehen von einer Umsatzrendite im Neuwagengeschäft auf Vorjahresniveau aus – 72 Prozent rechnen mit einem konstanten Wert für den Gebrauchtsektor. Nahezu gleich viele befragte Betriebe rechnen in beiden Geschäftsfeldern mit steigenden beziehungsweise sinkenden Renditen, wobei auch hier der Gebrauchtwagenhandel etwas positiver gesehen wird.

Fahrzeugservice als Renditegarant

Ganz anders stellt sich die Renditesituation im Werkstattgeschäft dar. Tendenziell sind hier die Renditen deutlich höher, und so konnte jeder zehnte Markenhändler und fast jede fünfte freie Werkstatt das Geschäftsjahr 2018 mit Renditen über 15 Prozent abschließen.

Auch die Erwartungen an die Renditen aus dem Servicebereich 2019 fallen deutlich positiver aus: Nahezu ein Drittel der Betriebe rechnet mit steigenden Renditen – fast zwei Drittel mit konstanten Renditen. Nur jeweils vier Prozent erwarten einen Rückgang.

Grund für die positiven Aussichten: Fast 80 Prozent der befragten Unternehmen – egal ob frei oder markengebunden – gehen davon aus, dass die Wartungs- und Reparaturarbeiten im nächsten Jahr nicht rückläufig sein werden und so für eine ausreichende Werkstattauslastung gesorgt sein wird.

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