Neuwagenvertrieb: Wer handelt in Zukunft?

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Das bisherige Geschäftsmodell des Kfz-Gewerbes passt nach Ansicht vieler Hersteller nicht mehr in die heutige Zeit. Neue Antriebstechniken, unterschiedliche Handelsformate und veränderte Kundenbedürfnisse setzen die Branche unter Druck.

Neue digitale Errungenschaften verändern den Verkauf.
Neue digitale Errungenschaften verändern den Verkauf.
(Bild: Audi)

Auf der Hauptversammlung des Volkswagen-Konzerns am 3. Mai 2018 erklärte der neu ernannte Vorstandsvorsitzende Dr. Herbert Diess: „Wir gehen die großen automobilen Zukunftsthemen konsequent an. Aber der größte Teil der Wegstrecke liegt noch vor uns. Die entscheidenden Jahre unserer Transformation kommen erst noch.“ Er sprach damit vor allem die Digitalisierung und den weiteren Ausbau der E-Mobilität an. Beide Themen haben nicht nur bei VW hohe Priorität. Auch der Automobilhandel ist davon maßgeblich betroffen. Um den neuen Entwicklungen Rechnung zu tragen, haben einige Kfz-Hersteller in den letzten Monaten bereits ihre Händlerverträge gekündigt, andere haben Ähnliches angekündigt. Die Autobauer wollen ihr Verhältnis zum Handel komplett neu justieren. Sie begründen das damit, dass die alten Verträge die neuen Geschäftsfelder nicht mehr abbilden können.

„Wir müssen uns neu erfinden“

Das war auch Thema auf den Autovertriebstagen, die »kfz-betrieb« mit Unterstützung seiner Sponsoren, der CG Car-Garantie Versicherungs-AG und der Santander Consumer Bank AG, am 26. April 2018 in Würzburg veranstaltete. Martin Sander, Leiter Vertrieb Deutschland der Audi AG, machte dazu in seinem Vortrag den anwesenden Händlern unmissverständlich klar, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Handel zukünftig deutlich ändern werde. Seine Haupthesen lauteten: