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New Mobility: Die Spaß-Stromer kommen

| Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Elektrische Antriebe sind eigentlich prädestiniert für den Einsatz in sportlichen Autos. Doch rein elektrisch angetriebene Sportwagen waren lange Zeit die Ausnahme. Das wird sich vielleicht in den nächsten zwei Jahren ändern.

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Wohl erst 2022 kehrt Tesla zu seinen Wurzeln zurück und bringt den Roadster II auf den Markt.
Wohl erst 2022 kehrt Tesla zu seinen Wurzeln zurück und bringt den Roadster II auf den Markt.
(Bild: Tesla)

Als Tesla 2008 den Serienbau des Elektrosportwagens Roadster wagte, löste dies einen regelrechten Hype aus. Diverse Start-ups und auch etablierte Hersteller stellten in dieser Zeit recht ähnliche Projekte vor, die allerdings schnell wieder versandeten. Mit dem Produktionsende des Ur-Tesla 2012 gab es eigentlich keine rein elektrisch angetriebenen Sportwagen mehr.

Doch das wird sich ändern: Der große Aufbruch der Autoindustrie in das Zeitalter der E-Mobilität wird von einer regelrechten Flut von E-Sportlern flankiert. Diese beschert uns in den kommenden zwei Jahren etliche zum Teil sehr schnelle Spaß-Stromer.

Die Spaß-Stromer kommen

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Bereits am Markt angekommen ist der Taycan von Porsche. Allerdings kann man hinterfragen, ob es sich um einen Sportwagen oder Gran Turismo handelt. Die Eckdaten sind da nicht ganz eindeutig: So kann der 2,4 Tonnen schwere und fast fünf Meter lange Viersitzer in der 560 kW/761 PS starken Topversion Turbo S aus dem Stand auf 100 in 2,8 Sekunden sprinten, maximal sind allerdings nur 260 km/h drin. Dank 83,7 kWh Nettobatteriekapazität sollen rund 400 Kilometer Reichweite möglich sein. Diese Variante kostet über 185.000 Euro, alternativ gibt es den abgespeckten 4S für rund 106.000 Euro.

Es könnte in Zukunft aber noch günstigere E-Sportler von Porsche geben. Zumindest hat im März Vorstandsmitglied Michael Steiner in einem Interview mit dem Car Magazine verraten, dass derzeit an E-Sportlern im Boxster- oder Cayman-Format gearbeitet wird.

Taycan als technische Basis für Audi-Supersportler

Der Taycan dient übrigens auch als technische Basis für ein elektrisches Sportwagenmodell von Audi. Vermutlich noch in diesem Jahr wird dieser als E-Tron GT auf den Markt kommen. Technik und Preise werden dem Porsche-Pendant ähnlich sein. Ob die für 2022 erwartete Neuauflage des R8 elektrisch wird, scheint hingegen fraglich. Wahrscheinlicher ist derzeit ein hybridisierter Antrieb für die dritte Generation des Supersportwagens. Dafür sprechen auch die noch in weiter Ferne liegenden Elektro-Ambitionen von Audi-Tochter Lamborghini.

Ganz anders sieht das beim Sportwagenhersteller Lotus aus, der dank chinesischer Investoren den spektakulären Evija zur Serienreife entwickelt hat. Das über 2,3 Millionen Euro teure Hypercar bietet vier Motoren mit zusammen 2.000 PS, die einen Sprint auf 300 km/h in rund 9 Sekunden erlauben, maximal sollen 320 km/h drin sein. Der trotz 70-kWh-Batterie unter 1,7 Tonnen schwere Zweisitzer soll 400 Kilometer Reichweite bieten. Zwar will Lotus nur 130 Evija bauen, doch ist dies nur der Auftakt einer breiteren E-Modelloffensive der Briten.

Sprint auf 100 in unter 2 Sekunden

Ähnlich übermotorisiert wie der Evija ist der C-Two des kroatischen Elektrospezialisten Rimac. Auch hier kommen vier Motoren mit 1.408/1.915 PS zum Einsatz, die einen Sprint auf 100 in unter 2 Sekunden sowie maximal 412 km/h erlauben. Die Batterie fällt mit 120 kWh groß aus, was im Gegenzug 650 Kilometer Reichweite verspricht. Der Preis des für 2020 angekündigten Flachmanns soll bei über eine Million Euro liegen, die Stückzahl wird ähnlich niedrig wie beim Evija sein.

Als technisch engen Verwandten des Rimac wird Pininfarina in diesem Jahr den Battista auf den Markt bringen. Die technischen Eckdaten sind mit dem Rimac-Schwestermodell weitgehend identisch, der Preis soll allerdings bei rund zwei Millionen Euro liegen. Auch hier wird die Serie auf lediglich 150 Fahrzeuge begrenzt.

Offizielle Partnerschaft von Hyundai und Rimac

Rimac bringt seine Kompetenz nicht nur in den Pininfarina-Flitzer ein, sondern bald auch in Sportwagenprojekte von Hyundai und Kia. 2019 haben die Hyundai Gruppe und Rimac eine offizielle Partnerschaft verkündet, mit dem Ziel, einen elektrischen Mittelmotorsportwagen zu entwickeln, der schon zeitnah unter dem sportlichen Hyundai-Label N antreten soll.

Anders als viele teure Leuchtturmprojekte soll dieses Modell sogar für mehr Menschen erschwinglich sein. Auch Kia will einen E-Sportler bereits 2021 anbieten. Technische Daten wurden bislang nicht verraten, optisch soll sich der E-Sportler an dem 2019 vorgestellten Konzeptfahrzeug Imagine orientieren.

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