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New Mobility: Die Spaß-Stromer kommen

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Bezahlbarer Stromer von Honda

Einen bezahlbaren E-Sportwagen will auch Honda vermutlich 2022 in Europa auf den Markt bringen. 2017 haben die Japaner mit der Studie Sports EV einen Ausblick auf ein solches Modell gegeben, das technisch auf dem bereits in Deutschland verfügbaren Kleinwagen EV basiert.

Deutlich konkreter ist man wiederum bei Gumpert mit dem Projekt Nathalie, dessen Fertigung noch in diesem Jahr anlaufen soll. Der gut 400.000 Euro teure Sportwagen bietet als Besonderheit eine Methanol-Brennstoffzelle, die zusammen mit der Batterie eine System-Kapazität von 190 kWh und damit über 800 Kilometer Reichweite bereitstellt. Nathalie wird von vier E-Motoren mit 400 kW/544 PS Gesamtleistung angetrieben. Damit erreicht der 1,8-Tonner in 2,5 Sekunden Tempo 100. Dank zweier Zweigang-Getriebe soll zudem eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h drin sein.

Die Spaß-Stromer kommen
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Nur 50 Exemplare zum Preis von je 3,5 Millionen Euro sind vom Aspark Owl geplant. Finanzier dieses Projekts ist der japanische Mischkonzern Aspark, gebaut wird der 99 Zentimeter hohe Flachmann von der Manifattura Automobili Torino. Der viermotorige Antrieb soll eine Leistung von 1.480 kW/2.012 PS und rund 2.000 Nm Drehmoment freisetzen, was eine Sprintzeit aus dem Stand auf 100 km/h in 1,69 Sekunden ermöglicht. Die 300-km/h-Marke fällt nach 10,9 Sekunden; die Höchstgeschwindigkeit des 1,9-Tonners müsste jenseits der 400 km/h liegen. Eine 64-kWh-Batterie erlaubt bis zu 450 Kilometer Reichweite.

Eine andere neue Sportwagenmarke heißt Apex. Erstes Modell ist der für Ende 2022 angekündigte Elektrosportwagen AP-0. Dessen 484 kW/650 PS starker E-Antrieb erlaubt den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in gut 2,5 Sekunden sowie eine Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h. Trotz 90 kWh-Batterie soll der AP-0 nur 1,2 Tonnen wiegen. Als Reichweite werden 515 Kilometer genannt. Die Preise sollen bei umgerechnet knapp unter 200.000 Euro starten.

Musk priorisiert zunächst andere Projekte

Ebenfalls für 2022 angekündigt wurde der Elektrosportwagen Mark Zero von Piëch Automotive. Dabei handelt es sich um einen 4,43 Meter langen Zweitürer mit klassischer GT-Silhouette, der dank drei jeweils 150 kW/204 PS starken E-Motoren in 3,2 Sekunden Tempo 100 erreichen soll. Maximal sind 250 km/h drin. Die Reichweite soll 500 Kilometer betragen. Der Preis könnte bei 150.000 bis 170.000 Euro liegen.

Ähnlich teuer dürfte der wohl ebenfalls erst 2022 verfügbare Tesla Roadster 2 werden. Damit kehrt das US-Unternehmen zu seinen Wurzeln zurück. Eigentlich sollte der E-Flitzer bereits in diesem Jahr durchstarten, doch Elon Musk hat jüngst in einem Interview angekündigt, andere Projekte zu priorisieren. An den eindrucksvollen Daten dürfte sich hingegen wenig ändern: Der Sprint auf 100 km/h soll gut zwei Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit bei 400 km/h liegen und die Reichweite vierstelliges Niveau erreichen.

Gleich mehrere Projekte von Karma Automotive

Vermutlich noch vor Tesla wird Maserati seinen ersten rein elektrischen Sportwagen 2021 auf den Markt bringen. Dabei wird es sich um den Nachfolger der kürzlich eingestellten Baureihe GranTurismo/GranCabrio handeln. Die Neuauflage wollen die Italiener auch in einer rein elektrischen Antriebsvariante anbieten. Daten wurde allerdings noch nicht genannt.

Doch das sind noch längst nicht alle Neuankündigungen: Karma Automotive aus den USA verfolgt gleich mehrere E-Sportwagen-Projekte. Vom Karma Revero abgeleitet, will das US-Unternehmen Drako zudem den auf 25 Exemplare limitierten 900-kW-Flitzer GTE auflegen.

Die Tochter des chinesischen SAIC-Konzerns MG hat zudem einen Sportwagen namens E-Motion angekündigt. In Finnland plant darüber hinaus das Start-up Tritium den Bau eines Mittelmotor-Sportwagens. Und ein Start-up aus Bulgarien namens Kinetic will einen Leichtbau-E-Flitzer namens 07 anbieten, der auf dem Carterham 7 basiert.

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