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New York 2018: SUV-Parade vor Millionenpublikum

| Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Für die Autohersteller gewinnt die Messe in New York zunehmend an Bedeutung, das zeigt die Vielzahl an Neuheiten in diesem Jahr. Im Mittelpunkt stehen einmal mehr die SUVs.

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Groß, größer, New York – das gilt auch für die örtliche Automesse.
Groß, größer, New York – das gilt auch für die örtliche Automesse.
(Bild: Newspress)

Die New York International Auto Show (30. März bis 8. April) rückt mehr und mehr in den Fokus der internationalen Autobranche. Das ist nicht verwunderlich: Jedes Frühjahr strömen etwa eine Million Besucher in das Convention Center in Manhattan. Die Messe am Hudson River gilt damit als eine der am besten besuchten US-Autoshows.

Volkswagen nutzt die NYIAS in diesem Jahr erstmals zur Premiere gleich zweier Konzeptautos, präsentiert den Atlas Cross Sport und den Atlas Tanaok. In Serie geht zumindest der Cross Sport, ein fünfsitziges Coupé-Derivat des im vergangenen Jahr in den USA eingeführten SUV Atlas. „Wir wollen die Baureihe zu einer Familie ausbauen“, sagte Hinrich Woebcken, Chef der Volkswagen Group of America.

New York Auto Show 2018: Motor-Manie
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Ob dazu auch der Tanoak gehören wird, ist noch offen. Stolze 5,44 Meter misst der nach amerikanischen Größenverhältnissen als „Mid-size“-Gefährt klassifizierte Pick-up. Er kann bis zu fünf Passagiere und diverses Freizeitgerät aufnehmen. „Pick-ups treffen die amerikanische Seele. Mit unserer Studie möchten wir die Reaktionen auf solch ein Fahrzeug testen“, so Woebcken.

Mittelgroße Pritschenlaster sind in den USA im Kommen. Ihr Volumen liegt derzeit bei rund 600.000 Einheiten pro Jahr, Tendenz steigend. Chevrolet verkauft erfolgreich seinen Colorado, was Ford dazu veranlasst hat, den bislang außerhalb der USA angebotenen Ranger zurück in die Heimat zu holen. Toyota hat den Tacoma im Programm, Honda den Ridgeline. Letzterer hätte mit dem Atlas Tanoak die selbsttragende Karosserie gemeinsam. Wie Honda will VW seinen Pick-up nicht als Arbeitstier verstanden wissen, sondern positioniert ihn eher als Lifestyle-Laster.

Kompakte SUVs boomen

Nach wie vor bleiben kompakte SUV die Lieblinge der Amerikaner im Pkw-Segment. Das lockt sogar Cadillac: Gegen BMW X1, Mercedes CLA und Audi Q3 will die Premium-Marke von GM ihren XT-4 antreten lassen, der mit einer Länge von 4,60 Metern zum kleinsten Modell in der Geschichte von Cadillac wird. Für den XT-4 wurde extra eine neue Plattform entwickelt. Debüt feiert zudem ein komplett neuer Zweiliter-Turbobenziner mit hochmoderner Ventilsteuerung und Zylinderabschaltung. Im Herbst soll das SUV in den USA in den Handel gehen, für unter 35.000 Dollar. „Europa ist Ende 2019 dran“ sagt Steven Mertes vom Cadillac Produkt-Marketing. Dann soll es den XT-4 sogar mit Dieselmotor geben

Der Titel „Bestseller im Kompakt-SUV-Segment“ ging im vorigen Jahr in den USA an den Toyota RAV4, einst der Begründer dieser Fahrzeugklasse. Über 400.000 Einheiten, doppelt so viele wie vor fünf Jahren, konnten die Japaner absetzen, mehr als Volkswagen mit allen seinen Modellen zusammen erreicht. Zur NYIAS brachte Toyota die nächste, mittlerweile fünfte Generation des RAV4 mit. Wie erwartet haben die Japaner Design-Elemente der im vorigen Jahr vorgestellten Studie FT-4X übernommen, was besonders an den Kotflügeln und der C-Säule abzulesen ist.

Der RAV4 ist nach Prius und C-HR das dritte Modell von Toyota, das auf der Plattform TNGA (Toyota New Global Architecture) steht. In den Abmessungen entspricht die neue Generation mit einer Länge von 4,60 Metern nahezu der alten. Neu ist der 145 kW/197 PS starke Hybridantrieb mit 2,5-Liter-Benziner und Elektromotor an der Hinterachse. Alternativ bietet Toyota den RAV4 mit einem Zweiliter-Benziner an, einen Diesel wird es nicht geben. Warum auch: 80 Prozent der Kunden wählten beim Vorgänger den Hybrid-Antrieb.

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