New York Auto Show: PS-Fest am Hudson River

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Big Car, Big Money, Big Apple. Die Messe in New York nutzt Fords Premiummarke Lincoln als Schaufenster für den Navigator. Das Riesen-SUV, bei dem fürs Einsteigen ein Trittbrett ausfährt, treibt ein 3,5-Liter-V6-Biturbo mit 450 PS an. Lincoln will zukünftig Luxus nicht mehr über das eigentliche Auto definieren, sondern über Zeit und Service. So kommt der Verkäufer mit dem gewählten Modell zur Probefahrt zum Kunden ins Haus oder ins Büro. Sollte später der Wagen zum Service oder zur Reparatur müssen, wird er abgeholt und dem Kunden auch wiedergebracht. Selbst ein Chauffeur lässt sich bei Lincoln bestellen, falls es beispielsweise zum Flughafen gehen soll.

Nicht ganz groß gibt sich die Studie von Subaru. Der Ascent ist ein Siebensitzer-SUV und soll nächstes Jahr das Flaggschiff der Marke werden. Klein geht es nur unterm Blech zu. Den Japanern reicht ein 2,4-Liter-Vierzylinder-Boxer. Und dies, obwohl es einen 3,6-Liter-Sechszylinder im Portfolio gibt. Aber bis zur Serienversion kann sich ja noch einiges ändern. Der Ascent wird allerdings nicht nach Deutschland kommen.

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Durchaus auch auf europäische Kunden fokussiert ist der Toyota FT-4X. Die SUV-Studie, entstanden in Kalifornien, spielt den coolen Outdoor-Aktivisten. Fürs spontane Übernachten in der Pampa haben die Designer sogar einen Schlafsack in der Mittelkonsole platziert. Ob aus der Studie FT-4X der nächste RAV4 wird, mochte uns Toyota auf der Messe nicht verraten. Aber zumindest erhält das Design mehr Ausdruck und Profil als dies derzeit der Fall ist. Das lässt hoffen.

Das Nachsehen haben auf der NYIAS die alternativen Antriebe. Was wenig wundert, bei Spritpreisen von umgerechnet rund 50 Euro-Cents den Liter. Honda zeigt zumindest etwas Engagement mit dem Clarity. Die eigenwillig gestylte Brennstoffzellen-Limousine wird es ab Sommer auch als reines Batterie-Auto und später im Herbst als Plug-in-Hybrid mit einer elektrischen Reichweite von knapp 65 Kilometern geben. Bislang ist der Verkauf nur in den USA geplant.

Aufgefrischte Liebe zum Kombi?

Einen Trend meinen manche Branchen-Beobachter im sogenannten Station Wagon zu erkennen, bei uns profan Kombi genannt. Diese Fahrzeuggattung stand in den 50er- und 60er-Jahren auf Millionen von Garageneinfahrten und ist heute vom Markt verschwunden, komplett verdrängt von SUVs und Crossover-Modellen.

Doch Versuch macht bekanntlich klug. Mercedes bietet die E-Klasse als T-Modell E 400 an, AMG das entsprechende Pendant als E63, Audi den A4 Allroad, BMW den Dreier Touring, Volvo den V90 und Porsche den Panamera Sport Turismo. Von amerikanischen Herstellern reagiert allein die GM-Marke Buick. Deren Modell Regal Tour X ist derzeit der einzige US-Kombi. Allerdings einer mit deutschen Wurzeln. Der Tour X wird in Rüsselsheim gebaut. Sein Schwestermodell heißt Opel Insignia Country Tourer.

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