Kfz-Gewerbe Hamburg Nicht den Anschluss verlieren

Autor Doris Pfaff

Für Martin Krohn, Präsident des Kfz-Gewerbes Hamburg, ist der Kampf um Auszubildende und zukünftige Fachkräfte vorrangig. Er sorgt sich ferner, weil die E-Mobilität noch nicht in allen Betrieben angekommen ist.

Hamburgs Obermeister und Präsident des Kfz-Landesverbands, Martin Krohn, sorgt sich, dass einige Betriebe in Sachen E-Mobilität den Anschluss verlieren könnten.
Hamburgs Obermeister und Präsident des Kfz-Landesverbands, Martin Krohn, sorgt sich, dass einige Betriebe in Sachen E-Mobilität den Anschluss verlieren könnten.
(Bild: Kfz-Gewerbe Hamburg)

Redaktion: Wie erleben Sie als Präsident aktuell das Kfz-Gewerbe?

Martin Krohn: Die Betriebe sind durch die anhaltende Pandemie und den andauernden Lockdown verunsichert und an der Grenze ihrer Belastung. Ständig müssen sie neue Anforderungen erfüllen. Der Verkauf stockt, das Neu- und das Gebrauchtwagengeschäft sind stark rückläufig. Lediglich das Servicegeschäft läuft.

Welche besonderen Herausforderungen gilt es nun zu meistern?

Unsere Aufgabe als Innung und Landesverband ist es, unsere Mitglieder weiterhin mit allen branchenspezifischen Informationen zu versorgen und ihre Fragen zu beantworten. So können wir für Klarheit in der Praxis sorgen, beispielsweise welche Corona-Schutzauflagen jetzt für das Kfz-Gewerbe angewendet werden müssen. Im vergangenen Jahr haben wir dazu etwa 70 Rundbriefe verschickt. Daneben gilt es, im Handel neue Wege zu finden. Die Pandemie wirkt dabei sehr beschleunigend und hat uns beim Onlineverkauf auf die Sprünge geholfen. Ich kenne beispielsweise einen Händler, der in der Coronakrise aufgrund seiner digitalen Verkaufswege mehr abgesetzt hat als vorher. Ich habe mir den Betrieb angeschaut. Was der Unternehmer dort tut, ist kein Hexenwerk. Andere könnten das auch leisten.