Citroën C4

Nicht mehr ganz so avantgardistisch

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Akustisch ziemlich präsent

Tatsächlich spüren die Passagiere diesen Kniff, ohne dass der Fahrer gleich querdynamische Fähigkeiten vermissen würde – schließlich soll Citroëns jüngster Spross eher kommod durch die Lande rollen, wobei die leider nicht mehr hydropneumatische Federung dieser Aufgabe ganz ordentlich gerecht wird. Erste Ausfahrten mit dem 96 kW/131 PS starken Dreizylinder-Benziner offenbaren, dass der Motor in puncto Leistung keine Wünsche offenlässt, zeigen andererseits aber auch, dass sich der kleine Turbo akustisch ziemlich präsent gibt.

Das stört so lange nicht, wie man keine forcierten Fahrmanöver durchführt. Unter voller Last wird der 1,2-Liter spürbar angestrengter. Hier wird sich der Selbstzünder tendenziell anders verhalten, der dem Otto in Kürze zur Seite gestellt wird. Die Kraftübertragung erfolgt übrigens per leichtgängiger, aber keineswegs sportlicher Sechsgang-Box für Traditionalisten oder dem für Vielfahrer empfehlenswerten Achtgang-Wandlerautomatikgetriebe, das die Übersetzungswechsel spontan und geschmeidig vollzieht und das notwendig ist, um die volle Funktionalität der Fahrassistenz auszuschöpfen inklusive assistiertem Anhalten.

Auch als E-C4 erhältlich

Wer die feinere Laufkultur schätzt, in dieser Fahrzeugliga bisher aber nicht fündig wurde, sollte sich eine Probefahrt mit dem E-C4 (ab 33.770 Euro, abzüglich Förderung) gönnen, der mit elektrischen 100 kW/136 PS und reichlichen 260 Newtonmetern aufwartet, also jenem zum Beispiel schon aus dem Opel Corsa bekannten Antriebspaket. Dazu gibt es eine 50 kWh große Batterie und zumindest theoretisch mögliche 350 Kilometer Reichweite.

Citroën C4: Auf Wunsch elektrisch
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Der Stromer beschleunigt artgemäß ansatzlos ohne jegliche Geräusche, was das Fortkommen mit ihm überaus angenehm gestaltet. Und ja, auch wenn die Reichweite bei kühlen Temperaturen auf der Autobahn dahinschmilzt – vor dem Kauf einfach mal in sich hineinhorchen, wie viel Strecke denn wirklich auf dem persönlichen Nutzungsplan stehen.

Ein Schuss Verspieltheit

Noch kurz ein schneller Blick auf die Schweller, die ja doch noch im Ansatz jene Verkleidung tragen, die dem verflossenen Cactus so viel Aufmerksamkeit bescherten. Und in der Preisliste notiert dieser „Airbump“ sogar als geschützte Marke, so stolz sind die Citroën-Manager offenbar auf ihn. In verschiedenen Farbtönen zu haben, zaubert er im wörtlichen Sinne einen Farbkleks auf die untere Mittelklasse.

Auch die Nebellichter – ebenso in LED ausgeführt wie die Hauptscheinwerfer – tragen eine farblich flexible „Dekorumrandung“, um dem Auto eben diesen markentypischen Schuss Verspieltheit angedeihen zu lassen. Mal schauen, ob das die potenzielle Käuferschar genauso sieht.

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