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Nio will 2021 nach Europa kommen

Autor: Christoph Seyerlein

Aktuell ist das chinesische E-Auto-Start-up ausschließlich in seiner Heimat aktiv. Doch das soll sich bald ändern. Punkten will die Marke künftig zudem mit einem Angebot, das man in ähnlicher Form bereits von Renault kennt.

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Bis 2023/2024 will Nio auf den wichtigsten globalen Märkten vertreten sein.
Bis 2023/2024 will Nio auf den wichtigsten globalen Märkten vertreten sein.
(Bild: Nio)

Das chinesische E-Auto-Start-up Nio will bald auch global in Erscheinung treten. Wie Firmenchef William Li der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ mitteilte, soll die Marke in der zweiten Jahreshälfte 2021 nach Europa kommen. Bis 2023/2024 soll sie dann weltweit auf den wichtigsten Märkten vertreten sein. Welche Einzelmärkte er in Europa im Blick hat, verriet Li nicht.

Unterdessen gab Nio auch bekannt, Kunden in der Vermarktung seiner Modelle ein neues Angebot zu unterbreiten. Künftig können Interessenten bei den Chinesen ein Auto kaufen und die dazugehörige Batterie leasen. Jene Idee erinnert an Renaults Vorgehen beim Zoe. Die Preise für die monatliche Batteriemiete starten laut Nio bei 980 Yuan (etwa 120 Euro).

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Diese Option erlaubt es der Marke, die Einstiegspreise für Modelle zumindest auf dem Papier für Kunden deutlich angenehmer zu gestalten. Das SUV ES6 startet laut Nio ohne Batterie bei 273.600 Yuan (gut 33.500 Euro). Mit dem Akku beträgt der Einstiegspreis 343.600 Yuan (gut 42.000 Euro).

Kunden, die sich für das Batterieleasing entscheiden, soll es auch möglich sein, ihren Akku upgraden zu lassen. In dem Zusammenhang gründete Nio ein neues Joint Venture mit Batterie-Gigant CATL und den zwei Venture-Kapitalfirmen Guotai Junan Financial Products und Hubei Provincial Science and Technology Investment Group, das die Abwicklung solcher Kundenwünsche sicherstellen soll. Alle vier Unternehmen stecken 200 Millionen Yuan (knapp 25 Millionen Euro) in die Gemeinschaftsfirma.

Nio will Vertriebsnetz ausbauen

Nio verkauft in China aktuell zwei Modelle, den ES6 und den ES8. Insgesamt hat das Start-up bislang gut 46.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Im laufenden Jahr liegt der Absatz nach sieben Monaten bei 17.702 Einheiten. Die Autos baut die Marke nicht selbst, sondern lässt sie von JAC fertigen.

In ihrer Heimat betreibt Nio nach eigenen Angaben derzeit 116 Stores in 76 Städten, Tendenz steigend. Auf bis zu 200 soll die Zahl der Verkaufsstätten noch in diesem Jahr klettern. „Wir werden unsere Produktionskapazität weiter erhöhen und unser Vertriebsnetzwerk erweitern, um unser zukünftiges Wachstum zu unterstützen“, sagte Li vor wenigen Wochen.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«