Nissan: „100.000 Einheiten sind möglich“

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Was kommt denn an neuen Modellen?

Zunächst haben wir die Nismo-Modelle. Dann kommt im September oder Oktober der neue Note. Zur gleichen Zeit wird auch der neue Micra starten. Es ist ein Facelift, aber das Auto wurde komplett neu gestaltet und sieht jetzt so aus, wie wir es eigentlich von Anfang an haben wollten. Nicht zu vergessen: Der neue Leaf ab Mitte des Jahres. Aber das ist natürlich kein Volumenmodell. Anfang des nächsten Jahres werden dann jedoch weitere Volumenmodelle folgen.

Welche?

Das können wir noch nicht genau kommunizieren. Ein C-Segment Hatchback wird kommen, also ein Golf-Klasse-Auto.

Sie haben bereits Ihr Elektroauto Leaf angesprochen. Wie schätzen Sie das Thema Elektromobilität in Deutschland ein?

Das ist abhängig davon, was mit der Infrastruktur passiert. Ausreichend Ladestationen sind wichtiger als eine finanzielle Förderung der Verkäufe – wobei wir das natürlich auch begrüßen. Aber wenn die entsprechende Infrastruktur nicht da ist, werden wir nie ein nennenswertes Volumen erreichen.

Welche Bedeutung hat der Leaf für Nissan?

Der Einfluss des Modells auf die Wahrnehmung der Marke ist enorm. Umfragen unter Konsumenten zeigen, dass das Urteil über Nissan bei Weitem positiver ausfällt unter denen, die den Leaf kennen. Darum ist es uns auch wichtig, dass alle Händler den Leaf vorhalten, damit die Kunden das Auto auch sehen und zur Probe fahren können.

Was wird der neue Leaf kosten?

Genaue Preise kann ich Ihnen noch nicht sagen. Das derzeitige Modell kostet 33.000 Euro, da hatten wir ja den Preis gesenkt. Der neue Leaf wird in etwa auf dem gleichen Niveau landen. Wichtig ist: Wir haben künftig drei Ausstattungsvarianten und damit können wir die Preisstruktur ganz anders aufstellen. Vor allem können wir günstige Raten für Finanzierung und Leasing anbieten.

Sie hatten einigen Händlern gekündigt, die den Leaf nicht haben wollten. Gibt es im Netz noch Unruhe deswegen?

Es ist ruhig. Es war schlussendlich eine Entscheidung von jedem einzelnen Händler, der Nissan-Modellpolitik zu folgen oder nicht. Wir haben die Standards in Abstimmung mit dem Händlerverband sehr pragmatisch festgelegt. Zwei Händler haben sich mittlerweile noch umentschieden. Vielleicht haben sie nicht geglaubt, dass wir auch tatsächlich kündigen werden. Und wir sagen auch: Wenn ihr den Leaf jetzt doch haben wollt, dann könnt ihr gerne wieder einsteigen. Dann aber sofort. Wir werden nicht monatelang warten, das wäre auch gegenüber denjenigen Händlerkollegen ungerecht, die von Beginn an mit uns auf den Leaf gesetzt haben.

Vor einem Jahr haben Sie prognostiziert, dass Nissan 2014 die Marke von 100.000 Einheiten in Deutschland knacken kann. Ist das tatsächlich noch möglich?

Wenn es 2012 den Einbruch nicht gegeben hätte, wären die Zweifel nicht so groß. Wenn man 2011 und unseren Plan für 2013 vergleicht, dann haben wir eine logische Entwicklung. 2012 war ein außergewöhnlich schwieriges Jahr, aber das hatte seine Gründe. Und das bedeutet nicht, dass sich unsere Prognosen ändern. In den nächsten drei Jahren kommen 15 neue Produkte – und damit werden wir uns deutlich steigern. Dazu werden wir das Händlernetz komplettieren. Daher sage ich: Ja, 100.000 Einheiten sind möglich.

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