Nissan: „100.000 Einheiten sind möglich“

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Wie weit sind sie mit dem Händlernetzausbau?

Es läuft sehr gut. Wir sind bei 85 Prozent Marktabdeckung und haben derzeit rund 50 Open Points. Aber wir haben für viele Standorte bereits Kandidaten, auch wenn noch nicht alles in trockenen Tüchern ist. Die Schwierigkeit ist oft nicht, einen geeigneten Partner zu finden. Oft dauert es eine Weile, bis die Rahmenbedingungen geregelt sind, und man beispielsweise eine entsprechende Immobilie gefunden hat. Für die meisten Gebiete haben wir Partner, die in den nächsten Monaten anfangen können. Bis Ende 2013 werden wir auf 90 Prozent Marktabdeckung kommen und 2014 dann auf die geplanten 94 Prozent.

Und wieviele Händler werden das dann sein?

Wir werden 465 Standorte haben und etwa 250 Händlerverträge.

Wie exklusiv ist das Netz?

44 Prozent der Standorte sind Exklusiv-Betriebe.

Streben Sie bei den neuen Partnern Exklusivität an?

Wir streben es an, aber da muss man pragmatisch sein. Es ist nicht immer möglich. Aber wir haben mit den neuen Verträgen eine Markentrennung in die Selektionskriterien eingebaut, die sehr gut aussieht. Die Händler haben das jetzt auch akzeptiert. Wo wir also keine Exklusiv-Betriebe haben, werden wir dafür sorgen, dass die Marke im Showroom für sich präsentiert wird.

Sie haben angekündigt, die Händlerverträge im Zuge des Auslaufens der GVO auszutauschen. Wie weit sind Sie damit?

Wir werden einen neuen Händlervertrag haben und ein neues Preis-Bonussystem. Beides haben wir inzwischen mit dem Netz und dem Händlerverband abgeklärt und auf fünf regionalen Tagungen detailliert vorgestellt. Und wir haben bis jetzt hauptsächlich positives Feedback bekommen.

Was sind denn die wesentlichen Änderungen?

Laut GVO kann man zum Beispiel das Outsourcing des Aftersales untersagen. Das wollen wir aber nicht. Händler, die dies jedoch planen, sollen dies vorher mit uns abstimmen. Das gleiche gilt für das Öffnen und Schließen von Standorten. Wir wollen uns selbst die Flexibilität erhalten, das Netz so aufzubauen, dass wir beispielsweise mit einer Vertragswerkstatt arbeiten können, wo wir Schwierigkeiten mit der Abdeckung haben. Oder dass ein Händler mit angeschlossenen Partnern arbeitet. Wir hätten hier vieles einschränken können, aber das wollten wir nicht. Wir haben zudem ein paar Dinge konkretisiert. Das Thema Datenschutz haben wir neu strukturiert, aber das war aufgrund von vielen neuen Regelungen sowieso nötig.

Und beim Preis-Bonussystem?

Das Wichtigste ist: Es wird mindestens zwei Jahre unverändert bleiben. Und wir werden eine geplante Änderung mindestens zwei Monate vorher ankündigen. Wir haben die Struktur vereinfacht und für variable Teile Aufholmöglichkeiten eingebaut. Mit den zwei Jahren Gültigkeit ist die Planungssicherheit für den Handel deutlich verbessert. Wir denken, dass wir in konstruktiven Gesprächen gemeinsam mit dem Händlerverband ein ausgewogenes Paket für das Nissan-Händlernetz geschnürt haben. So können wir uns gemeinsam auf das Wachstum der Marke Nissan in Deutschland konzentrieren.

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