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Nissan beschließt Sofortmaßnahmen für Händler

| Autor: Julia Mauritz

Nissan lockert in Abstimmung mit der Herstellerbank und dem Händlerverband zahlreiche Vorgaben für seine Partner. Geplant ist, auch die individuellen Händlerziele neu zu bewerten.

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Nissan setzt auf unbürokratische Hilfen, um die aktuelle Notlage zu bewältigen.
Nissan setzt auf unbürokratische Hilfen, um die aktuelle Notlage zu bewältigen.
(Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Nissan Center Europe hat sich mit dem Nissan-Händlerverband und der Nissan Bank auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, das die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen coronabedingten Ausnahmesituation mildern soll. Dabei setzte man auf unbürokratische Hilfen, die darauf zielen, die Liquidität der Händlerbetriebe zu sichern, heißt es in einer Pressemitteilung des Brühler Importeurs. Konkret werden alle Fahrzeuge, die über die Nissan Bank finanziert werden, verlängert und fällige Abschlagszahlungen verschoben.

Darüber hinaus lockert Nissan seine Händlervorgaben. So setzt der Importeur nicht nur die Vorführwagenregelung und die Werkstattersatzwagenregelung aus, sondern auch die Mindesthaltedauer für Vorführ- und Werkstattersatzwagen sowie die Trainingsvorgaben. Audits soll es ebenfalls vorerst nicht geben.

Die individuelle Jahres-Zielerreichung der Händler will der Importeur sowohl im Vertrieb als auch im Servicegeschäft neu bewerten. Über eine eigens eingerichtete Kontakt-Adresse corona-haendlernetz.deutschland@nissan.de stehen den Händlern Experten der Nissan Bank und Betriebsberater der Netzentwicklung des Brühler Importeurs für Anliegen rund um den Kreditbedarf zur Verfügung. „Mit Blick auf die Entwicklungen der vergangenen Tage handeln wir schnell und konsequent.“, sagt Guillaume Pelletreau, Geschäftsführer von Nissan Center Europe. Die Wirtschaftlichkeit des Händlernetzes genieße höchste Priorität.

Neuzulassungen 2019 gesunken

2019 hatte Nissan in Deutschland 39.500 Pkw neu zugelassen – 21,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Marktanteil lag bei 1,1 Prozent. Neben dem Abbau der Eigenzulassungen im Handel hatte Guillame Pelletreau bei einem Pressegespräch Ende November 2019 als Grund für den Rückgang den schwachen Absatz des Elektroautos Nissan Leaf genannt. Man sei vom Wettbewerb überrollt worden, und habe zu lange gebraucht, um die Preise zu korrigieren. Mit den jetzt getroffenen Sofortmaßnahmen soll das bei der Corona-Krise nun nicht mehr passieren.

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 Julia Mauritz

Julia Mauritz

Redakteurin