Nissan demonstriert Rennsportqualitäten

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Der japanische Hersteller experimentiert weiter mit Crossover-Ansätzen. Die Zusammenführung des Juke mit Technik-Komponenten aus dem GT-R scheint gelungen – auch wenn der Juke-R wohl nicht in Serie gehen wird.

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Nur zwei Exemplare des Nissan Juke-R gibt es: einen Links- und einen Rechtslenker.
Nur zwei Exemplare des Nissan Juke-R gibt es: einen Links- und einen Rechtslenker.
( Nissan )

Nissan hat mit dem Projekt Juke-R vorgeführt, dass die technischen Kenntnisse und Komponenten des Autobauers mit den Kompetenzen ausgewiesener Sportwagenbauer durchaus konkurrieren können. Nach 22 Wochen haben das Nissan Technical Centre Europe und der Motorsportspezialist RML die gemeinsame Entwicklung von zwei Juke-R Modellen – eine Linkslenker- und eine Rechtslenker-Version – abgeschlossen.

Bei Tests in Großbritannien beschleunigten die Fahrzeuge in 3,7 Sekunden von null auf 100 km/h und erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 257 km/h. Der Juke-R ist ein besonderes Crossover-Modell mit dem Herz des Nissan GT-R: Aus dem Sportwagen stammen das 3,8-Liter-Twin-Turbo-Aggregat mit 485 PS, der Antriebsstrang, die Radaufhängung und das 7-Zoll-Informations-Display. Die restliche Fahrzeugstruktur und -ausstattung basiert dagegen auf dem Serien-Juke. Für die Rennsportoptik spendierten die Techniker dem Juke-R allerdings einen Überrollkäfig nach FIA-Spezifikationen sowie einen geteilten Heckspoiler und OMP-Rennsitze.

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Das von Nissan Europa in Auftrag gegebene Juke-R-Projekt soll nach eigenen Angaben „Nissans Führungsrolle im Crossover-Segment unterstreichen“. Vom Juke seien aus dem Stand heraus in einem Jahr in Europa mehr als 100.000 Einheiten verkauft worden. „Mit dem Juke-R erforschen wir nun seine sportliche Seite und bringen die Highlights zweier unserer aufregendsten Fahrzeuge zusammen“, erläuterte Paul Willcox, Senior Vice President, Sales and Marketing Nissan Europe, das Projekt.

Nach den bisherigen Planungen werden die beiden Juke-R-Modelle jedoch Einzelstücke geben. Für die Serienproduktion ist der „Super-Crossover“ nicht vorgesehen, obwohl das Projekt von mehreren Seiten positiv aufgenommen wurde. Und im PS-Geschäft kennt sich Nissan ebenfalls aus: Das Engagement von Nissan im Motorsport reicht bis in die 1960er Jahre zurück. Gegenwärtig nehmen die Japaner unter anderem an der FIA GT1 Weltmeisterschaft und der Super GT-Serie teil.

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