Nissan Evalia gibt den Familientransporter

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Der Importeur spielt wieder mit im Feld der Familientransporter. Der Evalia ist vom Nutzfahrzeug NV 200 abgeleitet, was sich an den Fahreigenschaften zeigt, aber durch eine gute Grundausstattung überspielt wird.

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Die Pkw-Versionen kleiner Transporter sind eine preisgünstige Alternative zum klassischen Kompakt-Van. Auch Nissan bietet nun unter dem Namen Evalia eine zum Familienmobil umgewidmete Variante seines Lieferwagens NV200 zu Preisen ab 19.480 Euro an. Als Antriebsaggregate stehen ein Benziner und zwei Diesel bereit.

Mit 4,40 Metern ist der Evalia exakt so lang wie ein VW Touran, bietet aber mit bis zu 3.100 Litern Laderaum deutlich mehr Platz als der Wolfsburger Bestseller. Ab Werk stehen Plätze für fünf Insassen zur Verfügung, gegen Aufpreis ist der in Barcelona gebaute Japaner aber auch mit sieben Sitzen zu haben. Immer vorhanden sind – ganz in der Transporter-Tradition – zwei seitliche Schiebetüren, die den Einstieg in den Fond und auf die optionale dritte Sitzreihe erleichtern.

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Starre Hinterachse reagiert ruppig

Anders als bei klassischen Kompakt-Vans müssen die Insassen jedoch Zugeständnisse beim Fahrkomfort machen. Denn aus dem Nutzfahrzeugbau wird die starre Hinterachse übernommen, die naturgemäß ruppiger zur Sache geht als die ansonsten bei Pkw verwendete Einzelradaufhängung.

Für den Antrieb stehen drei Motoren zur Wahl. Basistriebwerk ist ein 81 kW/110 PS starker Benziner mit einem Normverbrauch von 7,3 Litern. Alternativ sind zwei 1,5-Liter-Dieselmotoren im Programm, die auf 66 kW/90 PS sowie 81 kW/110 PS kommen und 5,3 Liter beziehungsweise 5,5 Liter Kraftstoff benötigen. Die Preise bei den Selbstzündern starten bei 21.270 Euro und 21.870 Euro.

Die Ausstattung ist reichhaltig. So verfügt bereits die Basisversion über Klimaanlage, CD-Radio und Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Selbst eine Rückfahrkamera und Leichtmetallfelgen sind serienmäßig an Bord. Auf der Optionsliste finden sich neben der dritten Sitzreihe (800 Euro) lediglich Metalliclack (350 Euro) sowie ein Audio- und Navigationssystem mit Tempomat (700 Euro). Obwohl der Evalia längenmäßig in einer Liga wie der VW Touran spielt, dürften die wichtigsten Wettbewerber wohl eher der VW Caddy, ein Fiat Doblo und der Renault Kangoo sein.

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