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Nissan fährt US-Produktion zurück

| Autor: Christoph Baeuchle

Der Rabattdruck auf dem US-Markt nimmt zu. Nissan scheint nun Konsequenzen zu ziehen. Einem Medienbericht zufolge fährt der japanische Hersteller seine Produktion um ein Fünftel zurück.

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(Foto: Nissan)

Der nordamerikanische Automarkt wird zunehmend schwieriger. Nun zieht Nissan Konsequenzen und drosselt seine Produktion um bis zu 20 Prozent, berichtet die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“.

Damit tritt Nissan im Kampf um Marktanteile kürzer. Diese erkaufen sich viele Hersteller derzeit mit immer höheren Incentives. Laut Nikkei liegen die Rabatte im Branchenschnitt bei rund 3.600 US-Dollar, bei Nissan betrugen sie zuletzt rund 4.000 US-Dollar.

Die ersten Produktionskürzungen hat Nissan dem Bericht zufolge bereits in zwei Fabriken in den USA und drei Werken in Mexiko umgesetzt. Allerdings sollen die Bänder nicht komplett stillstehen. Zudem wollen die Japaner auch ihre Mitarbeiter halten, stellen sie aber an bis zu zwei Tagen in der Woche frei.

Für Nissan spielt der US-Markt eine wichtige Rolle. In dem im März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr verkauften die Japaner gut jedes vierte Auto (28 Prozent) ihrer rund sechs Millionen Einheiten in den USA.

Insgesamt zeigt sich der US-Light-Vehicle-Markt in diesem Jahr noch relativ stabil. Mit rund 5,4 Millionen verkaufter Pkws und Pick-ups liegt der Absatz auf dem Vorjahresniveau. Zuletzt gab es allerdings einen Dämpfer: Im April sank die Nachfrage im Jahresvergleich um fünf Prozent auf rund 1,3 Millionen Light Vehicles.

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