Nissan führt neues Retail-Konzept ein

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Im Oktober startet Nissan mit dem Roll-out seines neuen Retail-Konzepts. In die hell gestalteten Räume hält die Digitalisierung Einzug. Die Pilotphase brachte wichtige Erkenntnisse.

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Mit einem neuen Retail-Konzept will Nissan sein Ziel erreichen: größter asiatischer Importeur in Deutschland zu werden.
Mit einem neuen Retail-Konzept will Nissan sein Ziel erreichen: größter asiatischer Importeur in Deutschland zu werden.
(Foto: Nissan)

Nissan will mit einem neuen Retail-Konzept den Erfolg der vergangenen Monate fortschreiben. Der japanische Hersteller führt in Europa neue Gestaltungsrichtlinien für die Autohäuser ein. Ab Oktober betrifft dies auch die deutschen Partner. Dann sollen „in den folgenden 24 Monaten die Partnerbetriebe umstellen“, sagte Michael Hungenberg, Leiter Händlernetzentwicklung Nissan Center Europe, bei einem Pressegespräch in Essen.

Erste Erfahrungen hat die Marke schon in der laufenden Pilotphase gesammelt. Bereits zwölf Autohäuser, darunter BK Motors in Essen, haben das neue Konzept eingeführt, weitere 18 Betriebe sind in Vorbereitung. „Wir haben weitere 30 Bewerbungen“, ergänzt Hungenberg.

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Aus Sicht des Händlernetzentwicklers prägen das neue Konzept vier Elemente: Neben den Mitarbeitern und den Showrooms sind dies die zugrunde liegenden Prozesse sowie die entsprechenden Werkzeuge.

Mit den neuen Vorgaben reagiert Nissan auf die Entwicklungen im Kundenverhalten. „In der Vergangenheit kamen die Kunden mit einem aus dem Internet ausgedruckten Angebot zum Händler“, erläutert Thomas Hausch, Geschäftsführer Nissan Center Europe. „Künftig schauen sich Verkäufer und Kunde die Angebote im Internet gemeinsam an.“

Entsprechend hält die Digitalisierung in die Nissan-Betriebe Einzug: Gleich am Eingang werden die Kunden mittels Bildschirm-Botschaft persönlich empfangen. Hier werden die Service- und Verkaufstermine angezeigt.

Die Gespräche finden im Schauraum statt: Ihn prägen überwiegend helle Fliesen, eine helle Möblierung, Lichtelemente und Lounges. Lockere Gespräche zwischen Kunde und Verkäufer finden auf dem Barhocker statt, für vertrauliche Gespräche über Finanzen dient ein abgetrenntes Büro. Die Nissan-Modelle sollen großzügig im Ausstellungsraum verteilt und in einem Winkel von 30 bis 50 Grad mit der Front zum Eingang und somit zum Kunden ausgerichtet werden.

Ein aktuelles Angebot, das sogenannte Feature Car, hält direkt neben dem Eingang einen besonderen Platz. Dabei soll ein silber-roter LED-Ring die Aufmerksamkeit der Interessenten auf das Fahrzeug lenken. Je nach Fahrzeug variieren die Leuchtbuchstaben auf dem LED-Band.

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