Nissan-Händlerverband kämpft mit dem Margensystem

Höhere Grundmarge für alle Modelle

03.04.2009 | Redakteur: Jens Rehberg

Peter Gerards ist Vorsitzender des Nissan-Händlerverbands.
Peter Gerards ist Vorsitzender des Nissan-Händlerverbands.

Die kleineren Nissan-Händler sind aus der jüngsten Verhandlungsrunde des Partnerverbands mit dem Importeur gestärkt hervorgegangen. Bei den im Zweijahresrhythmus stattfindenden Abstimmungsgesprächen zum Margensystem wurde vereinbart, dass sich innerhalb des sehr komplexen Nissan-Systems der Unterschied zwischen den Margen für kleine und für größere Händler von bislang knapp 6 Prozent auf zukünftig gut 2 Prozent verringert. Wie Händlerverbandsvorsitzender Peter Gerards auf Anfrage von »kfz-betrieb ONLINE« erläuterte, wurde dabei für die größeren Händler kein Potenzial abgebaut, sondern für die kleineren Betriebe mehr erreichbare Marge ermöglicht.

„Ich selbst habe immer gesagt, dass das für die gesamtdeutsche Marken- und Händlerentwicklung nicht gut ist, wenn es zu große Unterschiede im Netz gibt“, sagt Gerards, der mit seinen 6 Nissan-Autohäusern im Ruhrgebiet zu den größeren Partnern gehört, mit Blick auf das bisherige System. In zähen Verhandlungen hat der Verband erreicht, dass der Zielerreichungsbonus anders als von Nissan Deutschland geplant nicht fast verdreifacht und der Volumenbonus nicht komplett abgeschafft wird, sondern letzterer in gespreizter Form erhalten bleibt. Zudem wurde die Grundmarge aller Modelle erhöht (Micra bis Qashqai um 1,5 Prozent und 4x4/SUV um 0,55 Prozent), so dass die maximal erreichbare Marge derzeit über die gesamte Produktpalette hinweg bei knapp 21 Prozent liegt.

Nach wie vor ist nach Angaben des Verbandsvorsitzenden gewährleistet, dass größere Betriebe etwas mehr aus dem Margensystem herausholen könnten als die Kleinen, was angesichts der höheren Investitionen auch gerechtfertigt sei.

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