Nissan Leaf: Erwachsener Stromer

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Nach der rund 150 Kilometer langen Testfahrt mit dem Leaf durch den Taunus war die Batterie noch über 40 Prozent geladen.

Ist die Batterie leer, braucht der Leaf rund 8,5 Stunden, bis er wieder voll aufgeladen ist, wenn man ihn an einer 22-kW-Wallbox auflädt. An einer Schnellladestation lädt sich der Akku binnen 40 bis 60 Minuten auf 80 Prozent auf. Lädt man ihn allerdings mehrfach hintereinander an einer Schnellladestation auf, erhöhen sich die Ladezeiten, um die Batterie zu schützen. Der Grund: Die Batterie verfügt nicht über eine Flüssigkeits,- sondern eine Luftkühlung.

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Anders als beim Vorgängermodell ist es beim neuen Leaf nicht mehr möglich, die Batterie zu leasen – eine Möglichkeit, die nach Aussage von Michel Jansen ohnehin gerade einmal fünf Prozent der Leaf-Käufer gewählt hatten. Die Sorgen der Käufer, die Batterie könne gerade nach mehreren Schnellladevorgängen schlappmachen, nimmt ihnen der Hersteller durch eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern.

Insgesamt gibt es vier Ausstattungsvarianten: Die empfehlenswerte Wärmepumpe, die den Energieverbrauch senkt und die Reichweite erhöht, gibt es erst ab der Acenta-Option, die preislich gut 3.500 Euro über der Basisversion liegt.

Zahlreiche Assistenzsysteme

Mit an Bord hat der Nissan Leaf eine ganze Armada an fortschrittlichen Assistenzsystemen. Zu erwähnen sind vor allem die beiden teilautomatisierten Fahrerassistenzsysteme: Das System Pro-Pilot reguliert automatisch den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und sorgt dafür, dass der Leaf mittig in der Fahrspur bleibt. Eine automatische Bremsfunktion bis zum Stillstand des Fahrzeugs gehört auch zum Funktionsumfang. Rollt der Verkehr nach einem kurzen Stillstand wieder, gibt der Leaf automatisch Gas. Der automatische Parkpilot übernimmt den kompletten Parkvorgang, der Fahrer muss weder bremsen noch Gas geben.

Während Pro Pilot serienmäßig ab der zweithöchsten Ausstattung N-Connecta verbaut und der Parkpilot nur eine Option in der höchsten Ausstattungslinie Tekna ist, die preislich an den 40.000 Euro kratzt, sind die Berganfahrhilfe, der autonome Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, ein aktiver Spurhalteassistent mit korrigierendem Bremseingriff, ein Fernlicht und Totwinkel-Assistent, ein Querverkehrwarner und eine Verkehrszeichenerkennung schon in der Einstiegsversion serienmäßig mit an Bord.

Fazit: Für die Käufer, die nicht regelmäßig Strecken von mehreren Hundert Kilometern am Stück zurücklegen und die sich mit einer Höchstgeschwindigkeit von 144 km/h begnügen, ist der neue Nissan Leaf durchaus eine sinnvolle Alternative zum Verbrenner. Wem die Reichweite nicht genügt, der sollte auf den Leaf Modelljahr 2019 warten, der Mitte des kommenden Jahres mit einer leistungsstärkeren Batterie auf den Markt kommen soll, vermutlich mit einer Leistung von 60 kWh.

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 Julia Mauritz

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Redakteurin