Nissan-Pläne: Gebraucht elektrisch fahren

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Elektroautos sind teuer. Als Gebrauchtwagen dürften sie künftig aber in attraktivere Preisregionen vorrücken. Nissan will das ausnutzen.

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Der Nissan Leaf soll als Gebrauchtwagen Kunden anziehen, denen er neu zu teuer ist.
Der Nissan Leaf soll als Gebrauchtwagen Kunden anziehen, denen er neu zu teuer ist.
(Foto: Nissan)

Für Nissan soll bei Elektrofahrzeugen auch das Gebrauchtwagengeschäft eine wichtige Rolle spielen. Der Importeur setzt dabei vor allem auf die Vermarktung von Leasingrückläufern des Kompaktmodells Leaf. Das hat der Deutschlandchef des Unternehmens, Vincent Wijnen, am Rande einer ADAC-Veranstaltung in Mülheim an der Ruhr erklärt.

Die ersten Fahrzeuge dürften 2015 auf dem Markt landen – dann ist die übliche Leasingdauer von drei Jahren abgelaufen. Rund 250 Nissan Leaf sind seit der Markteinführung Anfang des Jahres in Deutschland zugelassen worden, den größten Teil davon haben Unternehmen und Kommunen geleast.

Nissan garantiert seinen Kunden einen Restwert von rund 60 Prozent nach Ende der Vertragslaufzeit. Das ab Werk knapp 37.000 Euro teure E-Auto wäre dann noch etwa 22.200 Euro wert. Die Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt könnten sich auf ähnlichem Niveau bewegen.

Nissan will mit den Fahrzeugen aus zweiter Hand vor allem Kunden locken, denen der Leaf als Neuwagen zu teuer ist. Wichtiges Verkaufsargument ist auch die Garantie auf den Akku, deren Restlaufzeit auf den Käufer übertragen werden kann. Für den Neuwagen liegt sie bei fünf Jahren, bei den meisten Gebrauchten dürften noch zwei Jahre übrig sein. Neben Barkauf und Finanzierung soll der gebrauchte Leaf auch weiterhin geleast werden können.

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