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Nissan Qashqai: Neuauflage mit Anspruch

| Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Mit mehr Assistenz und inneren Werten, die dem bisherigen Erfolgsrezept treu bleiben, will Nissan den neuen Qashqai vorantreiben.

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Die zweite Generation des Nissan Qashqai kommt im Februar zu den Händlern.
Die zweite Generation des Nissan Qashqai kommt im Februar zu den Händlern.
(Foto: Nissan)

Der Qashqai ist für Nissan das wichtigste Modell in Europa. Bei der neuen Generation will man die Erfolgsstellung unbedingt verteidigen. Die erste Begegnung zeigt: Das kann gelingen. Vor allem zwei Dinge bleiben gleich: Der neue Qashqai ist nicht wesentlich größer als der Vorgänger – und er wird wohl nicht wesentlich teurer werden. Ein Einstiegspreis auf dem Niveau des bisherigen Modells (ab 19.990 Euro) ist wahrscheinlich, wenn der Nissan im Februar in die Verkaufsräume rollt. Bestellen können Interessenten ihn schon jetzt.

Der neue Qashqai wächst um 4,9 Zentimeter in der Länge auf 4,38 Meter, um 2 Zentimeter in der Breite (1,80 Meter), ist aber 1,5 Zentimeter flacher als die Erstauflage (1,59 Meter). Die Kopffreiheit auf Vorder- und Rücksitzen hat trotzdem um jeweils einen Zentimeter zugenommen. Deutlich gewachsen ist der Kofferraum – um 20 auf jetzt 439 Liter. Der Ladeboden ist zweigeschossig und es gibt ein eigenes Verstaufach für das Gepäckraumrollo. Den neuen Qashqai wird es nur noch als Fünfsitzer geben. Die dritte Sitzbank bleibt dem großen Bruder X-Trail vorbehalten.

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„Premium-Interieur“ verspricht Nissan, was das Fahrzeug aus dem britischen Werk in Sunderland bei den ersten Sitz- und Bedienungsproben durchaus halten kann. Gerade im Vergleich zum Vorgänger fühlen sich Kunststoffe, Stoffe und Leder wesentlich wertiger an – die Hartplastik-Becherhalter in der Mittelkonsole ausgenommen.

Geschickte Evolution

Auch außen ist der Wagen eine geschickte Evolution. Kraftvollere Kurven und auffällige Details wie 19-Zoll-Leichtmetallfelgen (Serie bei Version Tekna), die angehobene Motorhaubenlinie und breiter ausgestellte Radhäuser machen das SUV dynamischer und ernsthafter. Alle Qashqai-Varianten bekommen LED-Tagfahrlicht; die Top-Linie erhält auch für Abblend- und Fernlicht Leuchtdioden. Auch darüber hinaus brennen die Japaner ein Technik-Feuerwerk ab. Autonomer Notbrems-Assistent, Übermüdungswarner, Verkehrszeichenerkennung, Spurhalte-Assistent, Toter-Winkel-Warner, Bewegungserkennung, automatischer Einpark-Assistent oder aktive Motorbremse sind je nach Version an Bord.

Auch auf der Motorenseite ist Runderneuerung angesagt. Jeder der vier Motoren wird Turboaufladung bei kleinen Hubräumen haben. Basis ist künftig ein 1.2-Liter-Benziner mit 85 kW/115 PS aus der Renault/Nissan-Allianz, er soll deutlich durchzugskräftiger und elastischer als der bisherige 1,6-Liter-Sauger sein; 129 g/km CO2 bedeuten ein Minus von 15 Gramm gegenüber dem Vorgänger und einen Durchschnittsverbrauch von 5,6 Litern. Im Sommer kommt der stärkere 1.6-Liter-Benziner mit 110 kW /150 PS und gleichen Verbrauchswerten. Der Basis-Diesel mit 81 kW/110 PS ist ein guter Bekannter aus dem Nissan-Renault-Regal. Sein Durchschnittsverbrauch liegt – theoretisch – bei 3,8 Litern, der CO2-Ausstoß bei 99 g/km. Der 1,6-Liter-Diesel mit 96 kW/130 PS komplettiert die Palette, nur er ist mit Allradantrieb lieferbar.

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