Nissan senkt Gewinnprognose erneut deutlich

Präsentation der endgültigen Zahlen am 14. Mai

| Autor: dpa

(Foto: Nissan)

Inmitten des Finanzskandals um Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn hat Japans zweitgrößter Autobauer seine Gewinnprognose erneut deutlich nach unten korrigiert. Für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr 2018/19 hatte Nissan im Februar noch einen Betriebsgewinn von 450 Milliarden Yen (3,6 Mrd. Euro) erwartet, nun senkte der Autobauer den Wert um fast 30 Prozent auf 318 Milliarden Yen (rund 2,5 Mrd. Euro). Auch die Prognose für den Nettogewinn senkte Nissan von 410 Milliarden Yen (3,3 Mrd. Euro) um 22 Prozent auf 319 Milliarden Yen (2,5 Mrd. Euro). Endgültige Zahlen will der Autobauer am 14. Mai vorlegen.

Als Grund für die Korrekturen gab Nissan unter anderem „den Einfluss der jüngsten internen Probleme“ an. Damit bezieht sich der Autobauer allem Anschein nach auf seinen ehemaligen Chef Ghosn, der seit Anfang April erneut in Untersuchungshaft sitzt. Der 65-Jährige war bereits im November in Tokio wegen angeblichen Verstoßes gegen Börsenauflagen in Untersuchungshaft genommen worden. Zudem soll er private Investitionsverluste auf Nissan übertragen haben. Ghosn wurde angeklagt und erst nach monatelanger Haft gegen Kaution entlassen. Er hatte öffentlich seine Unschuld beteuert.

Carlos Ghosn in Japan erneut angeklagt

Carlos Ghosn in Japan erneut angeklagt

23.04.19 - Der ehemalige Chef von Renault, Nissan und Mitsubishi bleibt in Untersuchungshaft. Die japanische Staatsanwaltschaft wirft Ghosn einen weiteren Vertrauensmissbrauch vor und hat erneut Anklage erhoben. lesen

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45881972 / Wirtschaft)

Plus-Fachartikel

Personalentwicklung: Diener und Ambassadoren

Personalentwicklung: Diener und Ambassadoren

Beim Premiumhändler Kestenholz erhält jeder Beschäftigte mit Kundenkontakt eine Butler-Weiterbildung. Die Führungskräfte des Mercedes-Benz-Autohauses müssen zusätzlich im Ausbildungszentrum der Schweizer Armee einrücken. lesen

Personalentwicklung: Jedermann ein Butler

Personalentwicklung: Jedermann ein Butler

Service macht den Unterschied. Doch längst nicht alle Kfz-Betriebe handeln entsprechend. Anders das Mercedes-Benz-Autohaus Kestenholz: Der Premiumhändler hat ein außergewöhnliches Weiterbildungsprogramm entwickelt. lesen