Hyundai Capital Bank Europe Noch in diesem Jahr kommt die digitale Antragsstrecke

Autor Andreas Wehner

Die recht junge Herstellerbank von Hyundai, Kia und Genesis will spätestens 2022 den komplett digitalen Vertrieb möglich machen. Die Geschäftsführer Michelle Giblin und Martin Liehr erläutern zudem, warum die Bank 2020 Sixt Leasing übernommen hat.

Martin Liehr: „Wer seinen Kia oder Hyundai per Klick im Wohnzimmer kauft, schließt den Vertrag mit einem Händler ab.“
Martin Liehr: „Wer seinen Kia oder Hyundai per Klick im Wohnzimmer kauft, schließt den Vertrag mit einem Händler ab.“
(Bild: Piotr Banczerowski)

Redaktion: Die Hyundai Capital Bank Europe ist noch ein recht junges Unternehmen. Seit 2017 sind Sie in Deutschland aktiv. Wie beurteilen Sie die Entwicklung seitdem und wie läuft das Geschäft aktuell?

Martin Liehr: Das Geschäft läuft trotz der auslaufenden Corona-Krise und des aktuellen Halbleiter-Problems gut. Wie geplant haben wir 2020 den Break Even geschafft. Unser Retailvolumen betrug im vergangenen Jahr rund 1,4 Milliarden Euro. 2021 zeichnet sich ein neues Rekordjahr ab. Wir haben im letzten Monat schon die zwei Milliarden beim Retailvolumen geknackt, wir sind also gut unterwegs.

Sie sind vor zwei Jahren ein Joint Venture mit der Santander Consumer Bank eingegangen, die seitdem Mehrheitseigner der Hyundai Capital ist. Was waren die Hintergründe?

Liehr: Mit dem Joint Venture bündeln wir die Expertise aus zwei Bereichen. HCBE ist Profi für den Automobilbereich, SCB ist Profi im Bereich Banking mit einer großen Expertise, von der wir profitieren. Da geht es einerseits um die klassischen Banking-Themen. Vor allem aber ist die Santander in Sachen IT weit fortgeschritten. Alles in allem arbeitet die Hyundai Capital in dem Joint Venture auf einem sehr guten Niveau.