Nach Insolvenz Nord-Ostsee Automobile übernimmt Autohaus Schmidt

| Aktualisiert am 10.05.2021Autor: Andreas Wehner

Das Hamburger Hyundai-Autohaus Schmidt schlüpft nach einer Insolvenz in Eigenverwaltung unter das Dach der Nord-Ostsee Automobile. Für die Handelsgruppe ist der Betrieb der siebte Hyundai-Standort.

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(Foto: Wehner)

Das Autohaus Schmidt im Hamburger Stadtteil Harburg gehört seit 1. März zur Nord-Ostsee Automobile. Wie der Sanierungsexperte Thomas Planer mitteilte, der die Übernahme begleitete, war der Hyundai-Händler zuletzt in Schieflage geraten und hatte eine Insolvenz in Eigenverwaltung eingeleitet. Nach der Übernahme kann der Betrieb, der seit 59 Jahren existiert, weiter bestehen. 15 der 17 Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Das Autohaus Schmidt hatte zuletzt mit schrumpfenden Erträgen zu kämpfen. Des Weiteren hätten unzureichend gedeckte Pensionsverpflichtungen dafür gesorgt, dass das Unternehmen zunehmend in Schwierigkeiten geriet, heißt es in der Mitteilung. Daher habe Geschäftsführer Oliver Schmidt die Reißleine gezogen. „Ich wollte und konnte nicht zusehen, wie das Lebenswerk unserer Familie den Bach runtergeht und unsere Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren“, sagte Schmidt laut Mitteilung.

Im Rahmen eines Asset Deals fand das Autohaus Schmidt eine neue Heimat unter dem Dach der Nord-Ostsee Automobile. Die Gläubigerversammlung stimmte zu „Mit dem Asset Deal können wir unseren Standort Hamburg-Harburg halten und haben gleichzeitig einen starken Partner im Rücken“, so Schmidt.

Der Betrieb ist der inzwischen siebte Hyundai-Standort der Handelsgruppe in Schleswig-Holstein und Hamburg nach Schleswig, Husum, Eckernförde, Marne, Schwarzenbek und Hamburg-Bergedorf. Das Unternehmen vertreibt außerdem die Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Aston Martin. Erst kürzlich hatte das Unternehmen drei Mercedes-Betriebe vom Autohaus Jürgen übernommen. Insgesamt betreibt Nord-Ostsee Automobile inzwischen 19 Standorte und beschäftigt 1.200 Mitarbeiter.

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Redakteur Newsdesk Automotive